Bitcoin-Miner Riot Platforms hat am Montag einen Vertrag über Bitcoin Mining Infrastruktur im Wert von 9,1 Mrd. US-Dollar mit dem KI-Unternehmen Anthropic geschlossen. Der Deal umfasst 191 Megawatt Rechenkapazität über eine Laufzeit von 20 Jahren.
Riot diversifiziert: Mining-Hardware für KI-Infrastruktur
Der Bitcoin-Miner Riot Platforms hat am Montag, 10. August 2026, einen langfristigen Vertrag über Bitcoin Mining Infrastruktur mit dem KI-Unternehmen Anthropic bekanntgegeben. Namentlich nannte Riot den Vertragspartner zunächst nicht; laut Bloomberg handelt es sich um Anthropic. Der Vertrag ist bereits der zweite große Schritt des einstigen Bitcoin-Mining-Spezialisten in Richtung KI-Rechenzentren, nachdem Riot zuvor schon Kapazität an AMD verleast hatte. Riot-Chef Jason Les nannte die Vereinbarung einen bedeutenden Schritt zum Anbieter großskaliger Rechenzentren. Mit dem neuen Abschluss kommt Riot auf insgesamt 241 Megawatt vertraglich gesicherter Kapazität und rund 9,8 Mrd. US-Dollar an langfristig gesicherten Umsätzen aus beiden Verträgen zusammen.
191 Megawatt im Vertrag: Riot’s 9,1-Milliarden-Deal
Der Vertrag betrifft den Riot-Standort in Rockdale, Texas, und sieht die Lieferung von 191 Megawatt IT-Rechenkapazität vor. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre und reicht bis Juni 2048. Nach Unternehmensangaben könnten zwei Verlängerungsoptionen von je fünf Jahren den Gesamtwert auf bis zu 16,1 Mrd. US-Dollar erhöhen. Der Ausbau der Bitcoin Mining Infrastruktur am Standort soll in zwei Stufen erfolgen: 96 Megawatt bis Dezember 2027, die vollen 191 Megawatt bis Juni 2028. Laut dem Quartalsbericht an die SEC steuerte das klassische Bitcoin-Mining im zweiten Quartal 2026 rund 113,7 Mio. US-Dollar zum Gesamtumsatz von 174,2 Mio. US-Dollar bei, damit unter 65 Prozent. Die Riot-Aktie schloss am Montag vor Bekanntgabe des Deals 5,5 Prozent im Minus, legte im nachbörslichen Handel jedoch um mehr als 25 Prozent zu.
Anthropic nutzt dezentrale Mining-Infrastruktur statt Cloud-Riesen
Für Anthropic bedeutet die Mining Diversifizierung von Riot einen Zugang zu Bitcoin Mining Infrastruktur abseits der drei großen Cloud-Anbieter Amazon, Microsoft und Google. Riot verfügt am Standort Rockdale bereits über eigene Stromanschlüsse und Flächen, die sich vergleichsweise schnell auf KI-Lasten umrüsten lassen.
Wer Rechenlast auf mehrere unabhängige Betreiber statt auf wenige zentrale Cloud-Konzerne verteilt, verringert die Abhängigkeit von einzelnen Gegenparteien. Für Riot selbst wächst damit der Anteil von KI-Umsätzen neben dem klassischen Bitcoin-Mining.
Offen bleibt, ob die volle Kapazität wie geplant bis Juni 2028 ans Netz geht und wie stark sich Riots Umsatzstruktur dadurch verschiebt. Am laufenden Bitcoin-Mining-Betrieb in Rockdale ändert der Vertrag zunächst nichts.
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