Die Bitcoin ETF Zuflüsse trieben BlackRocks Spot-Fonds IBIT in dieser Woche um 22,5 Prozent nach oben, die zweitbeste Wochenperformance seit dem Marktstart im Januar 2024. Allein am Donnerstag flossen 606,29 Mio. US-Dollar in die US-Spot-ETFs, der höchste Tageswert seit dem 1. Mai.
Bitcoin ETF Zuflüsse verzeichnen beste Wochenperformance seit 2,5 Jahren
Die Bitcoin ETF Zuflüsse trieben den Kurs von BlackRocks Spot-Fonds IBIT in dieser Woche um 22,5 Prozent nach oben, die zweitbeste Wochenperformance seit dem Marktstart im Januar 2024. Nur die Woche zum 26. Februar 2024, kurz nach der Zulassung des Produkts, fiel mit einem Plus von 23,42 Prozent noch stärker aus. Bitcoin selbst rückte im gleichen Zeitraum in Richtung der Marke von 80.000 US-Dollar vor.
Am Donnerstag, 20. August 2026, meldeten Datenanbieter Netto-Zuflüsse von 606,29 Mio. US-Dollar in die US-Spot-Bitcoin-ETFs, den höchsten Tageswert seit dem 1. Mai. Die Rally ging mit einer Rekordwelle an Short-Liquidationen am Terminmarkt einher, ein Zeichen dafür, dass zuvor viele Marktteilnehmer auf fallende Kurse gesetzt hatten.
BlackRocks IBIT beschleunigt Zuflüsse in institutionelle Kanäle
Von den 606,29 Mio. US-Dollar entfielen rund 83 Prozent, also 502,99 Mio. US-Dollar, allein auf BlackRocks iShares Bitcoin Trust. Damit bündelte ein einzelnes Produkt den Großteil der Bitcoin ETF Zuflüsse dieses Handelstages.
Seit dem Start im Januar 2024 hat sich IBIT zum größten Spot-Bitcoin-ETF am US-Markt entwickelt und übernimmt an starken Zufluss- wie Abflusstagen regelmäßig die führende Rolle. Die Konzentration auf ein einzelnes Produkt zeigt, wie stark institutionelles Kapital mittlerweile über wenige regulierte Fondshüllen in den Markt fließt, statt Bitcoin direkt am Spotmarkt zu kaufen. Beobachter verweisen darauf, dass eine solche Konzentration im Ernstfall operative Risiken für die gesamte ETF-Klasse schafft, etwa bei Störungen in Abwicklung oder Verwahrung eines einzelnen Anbieters.
Zentrale Verwahrstellen im Zentrum der Bitcoin-Adoption
Wer Bitcoin über einen ETF hält, überträgt die Verwahrung an den Fonds und dessen Depotbank, statt selbst über die privaten Schlüssel zu verfügen. Diese Bitcoin Verwahrung Plattformrisiko genannte Konstruktion bündelt wachsende Bestände bei wenigen zentralen Stellen wie BlackRock, während Selbstverwahrer dieses Gegenparteirisiko nicht tragen. Bei direkt gehaltenen Bitcoin in einer eigenen Wallet entfällt diese Abhängigkeit von einem Drittverwahrer vollständig.
Je mehr Bitcoin auf diesem Weg bei einzelnen Verwahrern zusammenläuft, desto stärker hängt der Zugriff der Anleger von der Zahlungsfähigkeit und den Regeln dieser Verwahrer ab, nicht von der Bitcoin-Technologie selbst. Am festen Angebot von 21 Mio. Bitcoin ändert das nichts, wohl aber an der Frage, wer im Ernstfall darüber verfügt.
Für die aktuelle Serie an Bitcoin ETF Zuflüssen bleibt offen, ob sie eine zweite Woche trägt oder nach dem Rekordtag am Donnerstag wieder abflaut.
Wir berichteten über die vorangegangene Serie von Bitcoin-ETF-Zuflüssen auf ein Mehrwochenhoch.





