Strategy hat am Montag über den Verkauf von MSTR-Aktien netto 2,01 Mrd. US-Dollar eingesammelt und die Strategy Bitcoin Treasury um einen neuen 1,59-Mrd.-Dollar-Liquiditätstopf erweitert. Bitcoin wurde dabei zunächst nicht gekauft, der Bestand blieb unverändert.
Strategy sichert zwei Milliarden Dollar für Bitcoin-Käufe
Die Strategy Bitcoin Treasury erhält frisches Kapital: Wie aus einer am Montag, 24. August 2026, veröffentlichten 8-K-Meldung hervorgeht, hat Strategy netto 2,01 Mrd. US-Dollar durch den Verkauf von rund 18,26 Mio. MSTR-Aktien eingesammelt. Der durchschnittliche Ausgabepreis lag bei 109,88 US-Dollar je Aktie, eine Woche zuvor hatte das Papier noch bei 96,48 US-Dollar notiert. Der höhere Kurs bedeutete, dass Strategy für dieselbe Kapitalsumme weniger neue Aktien ausgeben musste als noch vor einer Woche.
Gekauft wurde damit vorerst kein einziger Bitcoin. Von den 2,01 Mrd. US-Dollar flossen 136,4 Mio. US-Dollar in den Rückkauf von STRC-Vorzugsaktien und 300 Mio. US-Dollar in die bestehende Dollar-Reserve. Der Rest, 1,57 Mrd. US-Dollar, landete in einem neu geschaffenen Topf namens „USD Cash“.
Neue Finanzierungsquelle für institutionelle Bitcoin-Ankäufe
„USD Cash“ ist laut Unternehmensangaben ein separat ausgewiesener Dollar-Liquiditätspool für allgemeine Zwecke der Strategy Bitcoin Treasury. Vorgesehen sind unter anderem künftige Bitcoin-Käufe, Zins- und Dividendenzahlungen auf Vorzugsaktien, Rückkäufe eigener Aktien sowie die Rückzahlung von Wandelanleihen. Zum 23. August stand der Topf bei 1,59 Mrd. US-Dollar.
Zusammen mit der bestehenden Dollar-Reserve verfügt Strategy nun über 6,69 Mrd. US-Dollar an Barmitteln, nach eigenen Angaben der größte Liquiditätspuffer seit dem Start der Bitcoin-Treasury-Strategie im August 2020. Details zur Kapitalstruktur liegen in der Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vor.
Eine Ankündigung ist damit noch keine Umsetzung: Ob und wann aus dem neuen Topf tatsächlich Bitcoin gekauft wird, bleibt nach den vorliegenden Angaben offen.
Bitcoin als unternehmenseigene Reserveanlage
Strategy hält nach eigenen Angaben weiterhin rund 4 Prozent aller jemals geschaffenen Bitcoin und zählt zu den größten Bitcoin-Großkäufern der Branche. Der Bestand blieb durch die aktuelle Transaktion unverändert, das frische Kapital dient vorerst nur dem Aufbau von Handlungsspielraum.
Der Vorgang zeigt das Prinzip hinter der Strategy Bitcoin Treasury: Eigenkapital, das beliebig vermehrbar ist, wird schrittweise in einen Vermögenswert mit fixer Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin überführt. Wie viel davon tatsächlich in Bitcoin fließt statt in Zinszahlungen oder Aktienrückkäufe, entscheidet das Management nach eigenem Ermessen.
Ob der neue Cash-Puffer in Bitcoin-Käufe mündet oder überwiegend zur Bedienung bestehender Verbindlichkeiten dient, ist offen. Am fixen Angebot von 21 Mio. Bitcoin ändert das nichts.
Wir berichteten über die vorangegangene Kaufpause bei Strategy.





