Die Strategy Bitcoin Käufe sind seit acht Wochen unterbrochen, wie aktuelle Bestandsdaten von Michael Saylors Unternehmen zeigen. Der Bestand bleibt bei 840.447 BTC, während Strategy stattdessen Barreserven aufbaut.
Strategy Bitcoin Käufe im Stillstand
Die Strategy Bitcoin Käufe sind seit acht Wochen unterbrochen. Den letzten Zukauf tätigte das Unternehmen von Michael Saylor Mitte Juni 2026. Der Bestand liegt seitdem unverändert bei 840.447 BTC, erworben zu einem Durchschnittspreis von 75.385 US-Dollar pro Coin. Er entspricht damit rund 4 Prozent aller 21 Mio. Bitcoin, die jemals entstehen können.
Damit hält Strategy weiterhin die größte Bitcoin-Position aller börsennotierten Unternehmen. Seit August 2020 hatte die Firma nahezu wöchentlich zugekauft. Die aktuelle Pause ist die längste seit Beginn der Akkumulationsstrategie.
Statt neuer Zukäufe verkaufte Strategy in den vergangenen Wochen zweimal kleinere Bestandsteile und sammelte zusätzlich rund 333,7 Mio. US-Dollar über den Verkauf eigener Aktien ein. Die Barreserve des Unternehmens wuchs im gleichen Zeitraum auf 4,8 Mrd. US-Dollar.
Der größte institutionelle Megakäufer pausiert
Institutionelle Käufer Bitcoin wie Strategy standen jahrelang für einen stetigen Nachfrageüberhang gegenüber dem begrenzten Angebot. Von 2020 bis Mitte 2026 kaufte Strategy in den meisten Wochen nach, unabhängig davon, ob der Bitcoin-Kurs stieg oder fiel. Die aktuelle Zurückhaltung fällt in eine Phase, in der das Unternehmen stattdessen Kapital über Aktienverkäufe beschafft.
Nach eigenen Angaben dient das frische Kapital vorrangig der Bedienung von Vorzugsdividenden und dem Rückkauf eigener Vorzugsaktien, wie aus den offiziellen Bestandsdaten des Unternehmens hervorgeht. Die Dividendendeckung reicht laut Strategy inzwischen für 2,8 Jahre.
Ob die Pause bei den Strategy Bitcoin Käufen eine bewusste Kurskorrektur oder eine temporäre Kapitalpriorisierung darstellt, lässt sich aus den vorliegenden Zahlen nicht ableiten. Manche Marktbeobachter vermuten auch eine gesunkene Bewertungsprämie der MSTR-Aktie als Grund. Bestätigt ist das nicht. Saylor selbst hatte zuletzt nur vage auf mögliche neue Aktivität hingedeutet.
Vier Jahre Kaufs-Kontinuität unterbrochen
Seit 2020 galten die Strategy Bitcoin Käufe als verlässlicher Taktgeber für institutionelle Nachfrage, unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen. Die aktuelle Unterbrechung zeigt, dass selbst der größte Firmenhalter seine Zukäufe an die eigene Kapitalstruktur koppelt, nicht an eine feste Regel.
Wer Bitcoin selbst verwahrt, bleibt von den Bilanzentscheidungen einzelner Großkäufer wie Strategy unabhängig. Die Kaufpause ändert nichts an der fixen Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin, die unabhängig von einzelnen Firmenstrategien gilt.
Ob und wann Strategy die eigenen Zukäufe wieder aufnimmt, bleibt offen. Bis dahin bestimmen private Käufer und andere institutionelle Halter das Tempo der Nachfrage stärker als zuvor.
Wir berichteten über eine frühere Kaufpause von Strategy nach Rekordgewinnen.





