Der Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses hat am 14. September 2026 einen Entwurf zur Bitcoin Steuerpolitik USA veröffentlicht, das Ways and Means Committee stimmt am 16. September über den 114-seitigen Digital Asset Tax Certainty Act ab.
Steuerreform signalisiert Kurswechsel bei Bitcoin-Regulierung
Der Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses hat am 14. September 2026 einen 114-seitigen Entwurf zur Bitcoin Steuerpolitik USA veröffentlicht. Am 16. September stimmt das Ways and Means Committee über den Digital Asset Tax Certainty Act ab, eingebracht von Ausschussvorsitzendem Jason Smith.
Der Entwurf bündelt mehrere Vorschläge aus einer Anhörung im Juni 2026 mit Vertretern von Coinbase, Fidelity und dem Coin Center. Er regelt zwei umstrittene Fragen: wann Miner und Staker auf neu erzeugte Token Steuern zahlen müssen, und ob die Wash-Sale-Regel aus dem Aktienhandel künftig auch für Kryptowerte gilt.
Zusätzlich enthält der Text eine Freigrenze von 10 US-Dollar für kleine, in Kryptowährung bezahlte Transaktionsgebühren, begrenzt auf 5.000 Transaktionen pro Jahr und Person.
Anreize für dezentrale Vermögensbildung
Der Ausschuss prüft am 16. September zwei separate Steuerentwürfe. Die geplante Stundung der Steuerpflicht für Mining und Staking gilt dabei laut Berichten als der umstrittenste Punkt der Vorlage.
Bislang müssen Miner und Staker in den USA neu erzeugte Coins bereits im Moment des Erhalts als Einkommen versteuern, unabhängig davon, ob sie verkauft wurden. Der Entwurf zur Bitcoin Steuerpolitik USA soll die Steuerpflicht stattdessen erst an den späteren Verkauf knüpfen.
Der Ausschussvorsitzende begründet die Reform mit dem Ziel, klare Regeln für digitale Vermögenswerte zu schaffen, wie aus seiner Erklärung zur Anhörung hervorgeht.
Für Sparer, die Bitcoin selbst erzeugen statt zu kaufen, würde eine spätere Steuerpflicht einen Anreiz schaffen, Bestände zu halten statt sie zur Begleichung sofortiger Steuerschulden zu verkaufen.
Was die Steuerreform für Vermögensaufbau ändert
Auch die geplante Ausweitung der Wash-Sale-Regel greift in die Sparentscheidung ein. Wer Bitcoin heute mit Verlust verkauft und sofort zurückkauft, um den Verlust steuerlich geltend zu machen, könnte das nach der Reform nicht mehr tun.
Beschlossen ist noch nichts: Die Abstimmung im Ausschuss am 16. September ist erst der erste von mehreren Schritten bis zu einem möglichen Gesetz.
Das wirkt sich auf die Bitcoin Steuerpolitik USA aus: Die Besteuerung eines Vermögenswerts mit fixer Obergrenze entscheidet mit darüber, ob langfristiges Halten oder ständiges Umschichten belohnt wird.
Ob die Stundung für Mining und Staking den Ausschuss unverändert übersteht, bleibt nach der Abstimmung am 16. September offen.
Wir berichteten über frühere Vorstöße zur US-Krypto-Regulierung.




