Das Krypto Bundesgesetz in den USA hängt laut Andrew Cuomo auch an der Parteispendenpolitik der Branche. Die einseitige Unterstützung für Republikaner habe Demokraten verprellt.
Krypto-Spenden an Republikaner verärgern Demokraten
Der frühere New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo hat der Krypto-Branche nach Angaben von Cointelegraph vom 8. Oktober 2026 geraten, ihre politische Unterstützung auszubalancieren. Aus seiner Sicht gefährdet die einseitige Förderung von Republikanern das Krypto Bundesgesetz, das die Branche in den USA seit Jahren fordert. Cuomo gehört selbst den Demokraten an.
Seine Kernaussage: Die starke finanzielle Rückendeckung für Republikaner habe Demokraten verprellt. Wer eine bundesweite Regelung wolle, müsse beide Parteien gewinnen. Der Appell richtet sich an die Branche, nicht an die Parteien.
Es handelt sich um die Einschätzung eines Politikers, nicht um eine Auswertung von Spendendaten. Belegte Zahlen nennt die Meldung nicht.
Parteipolitische Schieflage gefährdet Krypto-Bundesgesetz
Hintergrund ist der Streit um einheitliche Regeln für digitale Vermögenswerte. Bisher teilen sich US-Behörden wie SEC und CFTC die Aufsicht, ohne klare Abgrenzung. Ein Krypto Bundesgesetz würde diese Zuständigkeiten festlegen. Ein bekannter Entwurf ist der CLARITY Act, der Marktstruktur und Aufsicht regeln soll.
Ein Entwurf ist allerdings kein Gesetz. Ob und in welcher Form er verabschiedet wird, ist offen.
Im US-Senat benötigen die meisten Gesetze 60 von 100 Stimmen. Die republikanische Mehrheit reicht dafür allein nicht aus, Stimmen von Demokraten sind nötig. Genau hier setzt Cuomos Kritik an: Wer Demokraten durch Spenden an die Gegenseite verärgert, erschwert deren Zustimmung.
Hinzu kommt ein praktisches Risiko. Regeln, die nur ein Lager trägt, lassen sich bei einem Machtwechsel leichter wieder ändern. Für Unternehmen bedeutet das geringere Planungssicherheit.
Krypto-Bundesgesetz braucht Stimmen aus beiden Lagern
Die Branche steht damit vor einem Zielkonflikt. Spenden schaffen Zugang zu Abgeordneten, doch wer sie einseitig verteilt, riskiert Widerstand bei der anderen Partei. Wer profitiert, sind Politiker, deren Wahlkampf finanziert wird. Wer verliert, ist die Branche, wenn die Regelung am Ende scheitert.
Für das Krypto Bundesgesetz folgt daraus: Ohne Stimmen von Demokraten bleibt die Verabschiedung unsicher. Ob die Branche ihre Spenden tatsächlich neu ausrichtet, ist offen.
Politische Gunst ist verhandelbar und wechselt mit Mehrheiten, die Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin dagegen steht im Protokoll und hängt von keiner Wahl ab.
Wir berichteten über den Streit um das US-Marktstrukturgesetz.





