Über 6 Mio. BTC liegen hinter offengelegten öffentlichen Schlüsseln, rund 30 Prozent des Supplys. Das zeigt eine am 8. Oktober 2026 berichtete Auswertung.
Über 6 Millionen BTC hinter offengelegten Schlüsseln
Über 6 Millionen Bitcoin liegen nach einer Auswertung vom 8. Oktober 2026 hinter offengelegten öffentlichen Schlüsseln. Das entspricht rund 30 Prozent der ausgegebenen Menge von knapp 20 Mio. BTC.
Ein öffentlicher Schlüssel wird sichtbar, sobald Coins aus einer Adresse ausgegeben werden, oder wenn der Adresstyp ihn von Beginn an preisgibt. Glassnode beziffert die betroffene Menge auf 6,04 Mio. BTC oder 30,2 Prozent des Supplys. Die übrigen 13,99 Mio. BTC zeigen keine Offenlegung.
Die Analyse unterscheidet zwei Gruppen. Strukturell exponiert sind rund 1,92 Mio. BTC, darunter frühe Satoshi-Ausgaben und Taproot-Outputs, die den Schlüssel systembedingt zeigen. Den Rest verursacht Nutzerverhalten wie die Wiederverwendung von Adressen. Börsen stellen rund 40 Prozent dieser operativen Exposition.
KI-Warnungen treffen auf offene Schlüssel
Die Warnungen häufen sich. Citi bezifferte die Exposition im Mai 2026 auf 6,5 bis 6,9 Mio. BTC und verwies auf die langsame Abstimmung über Protokolländerungen. Die Spanne erklärt sich durch unterschiedliche Methoden, die genaue Methodik legt Glassnode offen.
Offengelegte öffentliche Schlüssel erlauben für sich genommen keinen Diebstahl. Ein Angriff bräuchte einen ausreichend leistungsfähigen Quantencomputer, der aus dem öffentlichen den privaten Schlüssel ableitet. Einen solchen Rechner gibt es nach heutigem Stand nicht. Google nennt 2029 als Frist, bis zu der es die eigene Authentifizierung auf quantensichere Verfahren umstellen will.
Diskutiert wird das Szenario „jetzt sammeln, später entschlüsseln“. Weil die Blockchain öffentlich und unveränderlich ist, bleiben einmal sichtbare Schlüssel dauerhaft einsehbar. Wie schnell Fortschritte bei KI und Quantenhardware zusammenwirken, ist bislang nicht belegt.
Bitcoin Sicherheitsrisiko für Halter wächst
Das Bitcoin Sicherheitsrisiko trifft Halter unterschiedlich. Wer Adressen wiederverwendet oder Coins auf alten Adresstypen lagert, legt den Schlüssel offen. Wer Bestände an eine frische Adresse umzieht, verbirgt ihn bis zur nächsten Ausgabe wieder. Ein Protokoll-Upgrade auf quantensichere Signaturen ist weder beschlossen noch implementiert.
Ein Drittel des Supplys hängt damit an der Verwahrdisziplin der Halter und an Börsen, deren Bestände ein hohes Gegenparteirisiko tragen. Wer sein Schlüsselmaterial selbst kontrolliert, kann die Exposition selbst begrenzen.
Offen bleibt, wann Quantenhardware real bedrohlich wird und ob Börsen ihre Bestände rechtzeitig umschichten. Die 21-Mio.-Obergrenze bleibt unberührt, betroffen wäre die Sicherheit der Zuordnung, nicht die Knappheit.
Wir berichteten über das Quantencomputer-Risiko für Bitcoin.





