Die Krypto Steuer Griechenland soll Gewinne mit 10 Prozent belasten, so Cointelegraph. Es wäre der erste Steuerrahmen für digitale Vermögenswerte im Land.

Griechenland plant Steuer auf Krypto-Gewinne

Die Krypto Steuer Griechenland nimmt Gestalt an: Nach Angaben von Cointelegraph bereitet die Regierung in Athen (Stand 9. Oktober 2026) einen Gesetzentwurf vor, der Gewinne aus Kryptowährungen mit 10 Prozent besteuert. Es wäre der erste Steuerrahmen für digitale Vermögenswerte in Griechenland.

Bislang fehlt dort eine umfassende gesetzliche Grundlage, um Krypto-Vermögenswerte zu regulieren und zu besteuern. Der Entwurf ist nicht beschlossen, Details sind unbestätigt, und ein Zeitplan für Parlament und Inkrafttreten liegt nicht vor.

Im Juni hatte Reuters unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter noch einen Satz von 15 Prozent gemeldet, dazu einen Freibetrag von 500 Euro auf Gewinne. Ob der Satz seither gesenkt wurde, geht aus der aktuellen Meldung nicht hervor.

10 Prozent Kapitalertragsteuer auf Krypto-Gewinne

Die Kapitalertragsteuer Krypto würde auf realisierte Gewinne anfallen, also auf die Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufserlös. Damit folgt die Krypto Steuer Griechenland dem Prinzip, das für andere Kapitalanlagen gilt. Angaben zu Freibeträgen, Verlustverrechnung und Meldepflichten der Anbieter nennt die Meldung nicht.

Zuständig ist das griechische Finanzministerium, das den Entwurf ausarbeitet. Nach dem Juni-Bericht von Reuters sollte privates Mining außerhalb der Steuer bleiben, während gewerblich betriebene Mining-Unternehmen unter das Gesetz fallen würden.

Im EU-Vergleich liegen die Sätze weit auseinander: Zypern erhebt nach Reuters-Angaben 8 Prozent, Frankreich 30 Prozent. Griechenland würde sich mit 10 Prozent am unteren Ende einreihen.

Steuerlast für Krypto-Anleger im Vergleich

In Deutschland gelten andere Regeln. Gewinne aus privaten Veräußerungen von Bitcoin sind nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei. Innerhalb der Frist gilt der persönliche Einkommensteuersatz, bei Gewinnen unter 1.000 Euro im Jahr greift die Freigrenze.

Ein fester Satz von 10 Prozent ohne Haltefrist ist damit ein anderes Modell: Er besteuert jeden Gewinn, aber niedrig und planbar. Ob das für Anleger günstiger ausfällt, hängt von Haltedauer und Gewinnhöhe ab.

Offen bleibt, ob der Entwurf im Parlament mit 10 oder 15 Prozent ankommt und welche Pflichten die Plattformen erhalten. Ein Steuersatz auf Gewinne bleibt eine Abgabe auf den Wertzuwachs gegenüber einem Geld, das der Staat beliebig vermehren kann; Bitcoin bleibt mit 21 Mio. Einheiten programmatisch begrenzt.

Wir berichteten über die Haltefrist für Bitcoin-Halter in Deutschland.

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