Samsung Wallet USDC startet nach Angaben von Decrypt ab Ende Oktober 2026 auf rund 82 Mio. Galaxy-Geräten in den USA. Als Netzwerk dient Solana.

Samsung Wallet zieht Solana für USDC-Transfers heran

Samsung Wallet USDC wird nach Angaben von Decrypt vom 9. Oktober 2026 auf rund 82 Mio. Galaxy-Geräten in den USA verfügbar. Als Blockchain dient Solana. Nutzer sollen ab Ende Oktober USDC versenden können.

Samsung hatte die Unterstützung von Stablecoins am 22. Juli 2026 bei der Präsentation in London angekündigt, aber keine Blockchain genannt. Ein damals gezeigtes Wallet-Muster enthielt USDC, ein Partner wurde nicht bestätigt. Neu ist nun die Wahl des Netzwerks.

Ein Stablecoin ist ein digitaler Token, dessen Wert fest an eine Währung gekoppelt ist, hier an den US-Dollar.

USDC-Überweisungen auf 82 Mio. US-Galaxy-Geräten ab Oktober

Die Zahl von 82 Mio. bezieht sich auf Geräte im US-Markt, die Samsung Wallet nutzen können. Wie viele Nutzer die Funktion tatsächlich aktivieren, ist offen. Auch das Startdatum Ende Oktober stammt aus der Berichterstattung, eine Bestätigung durch Samsung liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.

USDC wird von Circle herausgegeben und laut Unternehmensangaben durch Bargeld und kurzlaufende US-Staatsanleihen gedeckt. Solana verarbeitet Transaktionen in der Regel binnen Sekunden und zu geringen Gebühren. Das ist der Grund, warum Zahlungsanwendungen das Netzwerk häufig wählen.

Ob Samsung die Schlüssel verwahrt oder die Nutzer selbst, ist bislang nicht geklärt. Ebenso fehlen Angaben zu Gebühren und zu den Zielländern.

Grenzüberschreitende Zahlungen per Stablecoin im Samsung-Wallet

Der Dienst richtet sich auf Auslandsüberweisungen. Bisher laufen solche Zahlungen über Korrespondenzbanken, was Zeit und Gebühren kostet. Ein Token auf Solana umgeht diese Kette, bleibt aber an die Ausgabe durch Circle gebunden.

Wichtig ist die Unterscheidung: Eine Ankündigung ist keine Implementierung, und Infrastruktur ist noch keine Adoption. Erst die Nutzungszahlen nach dem Start zeigen, ob die Funktion angenommen wird. Zudem hängt USDC an einem Herausgeber, der Guthaben einfrieren kann.

Samsung Wallet USDC macht damit Dollar-Token für Millionen Nutzer erreichbar, bleibt aber ein Produkt mit zentralem Herausgeber. Offen sind Verwahrung, Gebühren und Ländergrenzen.

Bitcoin ist dagegen ein Zahlungsnetzwerk ohne Herausgeber und mit auf 21 Mio. Einheiten begrenztem Angebot. Ob Samsung später weitere Währungen aufnimmt, ist nicht bekannt.

Wir berichteten über Stablecoins und Zahlungsverkehr.

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