Der Anteil der Frauen im Krypto-Bereich hat sich bei Bison verdreifacht: 2025 waren 23 Prozent der Neukunden weiblich, 2019 nur 7 Prozent.
Frauen im Krypto-Bereich holen deutlich auf
Bei der Handelsplattform Bison hat sich der Anteil der Frauen im Krypto-Bereich mehr als verdreifacht: 2019 waren nur 7 Prozent der Neukunden weiblich, 2025 lag der Wert bei 23 Prozent. Das teilte die App der Boerse Stuttgart Group am 22. Oktober 2026 mit. Bison zählt nach eigenen Angaben mehr als eine Million Nutzer.
Unter allen aktiven Kunden liegt der Frauenanteil bei 18 Prozent. Als aktiv zählt, wer mindestens einen Trade ausgeführt hat und aktuell eine Kryptowährung hält.
Die Zahlen stammen vom Anbieter selbst und sind nicht unabhängig geprüft. Bison zitiert eine Statista-Erhebung, die den Abstand in der Bevölkerung zeigt: In Deutschland besitzen 23 Prozent der Männer Kryptowährungen, aber nur 8 Prozent der Frauen.
Frauenanteil in der Krypto-Branche steigt stark
Frauen im Krypto-Bereich setzen bei Bison stärker auf Bitcoin als Männer. 82 Prozent der Kundinnen halten Bitcoin, bei den Kunden sind es 76 Prozent. Ethereum halten 53 Prozent der Frauen, XRP 35 Prozent.
Laut der Pressemitteilung von Bison handelte im vergangenen Jahr rund die Hälfte der Anlegerinnen nur einen einzigen Coin. Bei den Männern waren es 41 Prozent. Drei oder mehr Coins handelten 29 Prozent der Frauen und 36 Prozent der Männer.
Auch im Anlageverhalten zeigt sich ein Unterschied. 67 Prozent der Kundinnen haben in den letzten zwölf Monaten nur gekauft und gehalten, bei den Männern 58 Prozent. Gekauft und verkauft haben 33 Prozent der Frauen und 42 Prozent der Männer. Drei Viertel der Anlegerinnen sind älter als 35 Jahre.
Bison-Chef Ulli Spankowski erklärte am 22. Oktober 2026:
„Die Daten zeigen, dass einige gängige Vorstellungen über Krypto-Anlegerinnen zu kurz greifen.“
Anstieg reicht für Gleichstellung noch nicht aus
Trotz des Zuwachses bleiben Frauen im Krypto-Bereich klar in der Minderheit. Selbst unter den Neukunden ist nicht einmal jede vierte Person eine Frau. Spankowski nennt Krypto selbst eine Anlageklasse, die weiterhin überwiegend von Männern genutzt wird.
Die Daten stammen außerdem nur von einer Plattform. Sie erfassen Bestände beim Anbieter, nicht Coins in eigener Verwahrung. Ob die Krypto-Adoption bei Frauen im gesamten Markt ähnlich verläuft, lässt sich daraus nicht ablesen.
Wer kauft und hält, setzt auf ein Gut, dessen Menge auf 21 Mio. Einheiten begrenzt ist. Für die Plattform bedeutet seltener Handel zugleich weniger Gebühreneinnahmen.
Offen bleibt, ob der höhere Anteil unter Neukunden anhält und auf den Gesamtbestand durchschlägt. Zahlen für 2026 hat Bison bisher nicht vorgelegt.
Wir berichteten über die Krypto-Nutzung in Deutschland, Österreich und der Schweiz.





