Innerhalb weniger Tage ist fast eine halbe Billion US-Dollar aus dem globalen Krypto-Markt verschwunden. Angeführt von deutlichen Verlusten bei Bitcoin ist die gesamte Marktkapitalisierung seit Ende Januar um rund 468 Milliarden Dollar eingebrochen – ein Zeichen dafür, wie fragil die Stimmung der Anleger derzeit ist.
In Kürze
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Makro-Turbulenzen belasten Krypto-Markt
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Liquidationen treffen auf langfristige Unterstützungen
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Krypto-Schwäche greift auf Edelmetalle über
Makro-Turbulenzen belasten Krypto-Markt
Ein unruhiges Umfeld an den Weltmärkten hat die jüngsten Verluste zusätzlich verschärft. Während Gold und Silber nach ihren Rücksetzern zwischenzeitlich wieder Käufer fanden, blieben Kryptowährungen unter starkem Verkaufsdruck. Die wachsenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran trieben Investoren verstärkt in klassische sichere Häfen – zulasten von Bitcoin.
Marktbeobachter verweisen zudem auf subtilere Faktoren wie Währungsbewegungen und Zinsunterschiede, die derzeit Leverage, Stablecoin-Ströme und die allgemeine Risikobereitschaft beeinflussen. Nach Einschätzung von Avinash Shekhar, Co-Founder und CEO von Pi42, spiegelt der kurzfristige Rutsch von Bitcoin unter 73.000 US-Dollar – dem niedrigsten Stand seit November 2024 – den anhaltenden Verkaufsdruck wider, der aus der hohen Unsicherheit resultiert.
Liquidationen treffen auf langfristige Unterstützungen
Shekhar sieht die laufenden Zwangsliquidationen zwar als kurzfristige Belastung, betont aber zugleich, dass sich die Kurse bislang oberhalb wichtiger langfristiger Unterstützungszonen halten. Sollte sich dieses Niveau festigen, könnte der Krypto-Markt zunächst in eine Seitwärtsphase übergehen, bevor ein neuer Erholungsversuch startet – allerdings wohl begleitet von erhöhter Volatilität, bis klarere makroökonomische Signale vorliegen.
Parallel dazu beobachtet Nischal Shetty von WazirX eine spürbare Verschiebung im Anlegerfokus: Weg von reiner Spekulation, hin zu nachhaltigeren Krypto-Anwendungen, etwa in den Bereichen Renditemodelle und Infrastruktur.

Krypto-Schwäche greift auf Edelmetalle über
Der jüngste Bitcoin-Rückgang bleibt nicht auf digitale Assets beschränkt. Erste Auswirkungen zeigen sich auch in traditionell getrennten Märkten wie Gold und Silber. Hedgefonds-Manager Michael Burry erklärte kürzlich, dass die Bitcoin-Schwäche zu Zwangsverkäufen bei tokenisierten Edelmetallen geführt habe, da Händler und Treasury-Teams Verluste ausgleichen und Risiken reduzieren mussten.
Die Entwicklung verdeutlicht, wie eng Krypto-Plattformen inzwischen mit breiteren Makro-Trades verflochten sind – und wie schnell Spannungen in einem Marktsegment auf andere Bereiche überspringen können.
Christopher möchte sein erlerntes Wissen über Bitcoin weitervermitteln und verständliche Aufklärungsarbeit leisten. Er arbeitet als Volunteer bei der NGO My First Bitcoin und ist nach El Salvador ausgewandert. Sein Motto: ,,Intelligente Menschen hinterfragen, dumme Menschen wissen es!''







