Die Bank of England hat am 10. Februar 2026 bestätigt, dass Chainlink an einem sechsmonatigen Test zur CBDC dezentrale Abwicklung im Synchronisation Lab teilnimmt. Insgesamt 18 Institute simulieren dabei, wie sich tokenisierte Vermögenswerte und Zentralbankgeld synchron abwickeln lassen.

Chainlink verbindet dezentrale Abwicklung mit Zentralbankgeld

Die Bank of England hat am 10. Februar 2026 bestätigt, dass Chainlink an einem sechsmonatigen Test zur CBDC dezentrale Abwicklung im hauseigenen Synchronisation Lab teilnimmt. Insgesamt 18 Institute, darunter auch Swift und die London Stock Exchange Group, simulieren ab Frühjahr 2026 über einen Zeitraum von sechs Monaten, wie sich tokenisierte Vermögenswerte und Geld der Zentralbank synchron bewegen lassen. Grundlage ist eine simulierte Version des britischen Echtzeit-Bruttoabwicklungssystems RT2, in der zu keinem Zeitpunkt echtes Geld fließt.

Der Test baut auf dem im Oktober 2025 gestarteten Project Meridian auf und erweitert dessen Ansatz um dezentrale Infrastruktur. Ziel der CBDC dezentrale Abwicklung ist, dass tokenisierte Anleihen, Devisengeschäfte und Sicherheiten zeitgleich mit der Zahlung in Zentralbankgeld gebucht werden, statt in getrennten Schritten mit Abwicklungsrisiko dazwischen.

Bank of England testet Tokenisierung im Synchronization Lab

Die Bank of England betont, dass das Synchronisation Lab ausschließlich in einer geschlossenen Testumgebung läuft und keine Zulassung für teilnehmende Firmen bedeutet. Getestet werden mehrere Anwendungsfälle der Zentralbank Tokenisierung: tokenisierte Staatsanleihen, Sicherheitenmanagement, Devisenhandel und die Ausgabe digitalen Zentralbankgelds.

Chainlink stellt für die Simulation seine Runtime-Infrastruktur bereit, über die verschiedene Blockchains und das interne RTGS-System der Notenbank Daten austauschen. Damit reagiert die Bank of England auf den schwächsten Punkt heutiger Abwicklung: Wenn Wertpapier und Zahlung nicht im selben Moment gebucht werden, entsteht ein Zeitfenster mit Gegenparteirisiko, das im heutigen System durch Zwischenverwahrer abgefedert werden muss.

Vermögenswerte und Zentralbankgeld im gleichen Netzwerk abwickeln

Für deutsche Anleger bleibt der Test zunächst folgenlos, da er ausschließlich in Großbritannien stattfindet, ohne reale Gelder und ohne Beteiligung von EU-Institutionen. Er zeigt aber, in welche Richtung Zentralbanken bei der CBDC dezentrale Abwicklung von tokenisierten Vermögenswerten denken: Die Kontrolle über die Abwicklungsschicht soll bei der Notenbank bleiben, während private Infrastruktur wie Chainlink nur die technische Verbindung liefert.

Zentralbankgeld bleibt dabei beliebig ausweitbar, unabhängig davon, wie dezentral die technische Anbindung gestaltet ist. Bitcoin unterscheidet sich davon durch ein Angebot, das unabhängig von jeder Abwicklungsarchitektur bei 21 Mio. Einheiten endet.

Ob aus dem Synchronisation Lab ein produktives System wird, ist offen; angekündigt ist bislang nur die Testphase bis Herbst 2026, keine Entscheidung über einen Wirkbetrieb. Wir berichteten über die Untersuchung der EZB zu Kontrollstrukturen in dezentralen Finanzprotokollen.

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