Bitcoin als Lösung: Digitale Transaktionen verdrängen zunehmend den Bargeldverkehr und PayPal hat sich zu einem Giganten entwickelt, doch nicht alle Regionen profitieren von der zentralen Instanz.
In Kürze
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Bitcoin als Lösung für PayPals Diskriminierung
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Unterdrückung durch zentrale Instanzen
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Die Rolle von Kryptowährungen in Konfliktgebieten
Bitcoin als Lösung für PayPals Diskriminierung
Während der Jahreshauptversammlung von PayPal im Mai 2023 schlug der palästinensisch-amerikanische Geschäftsmann Sam Bahour vor, diese Politik zu ändern. Der Brief, der von 12 US-Kongressabgeordneten unterstützt wurde, fordert eine neue Regel, um die Diskriminierung von Menschen in Konfliktgebieten durch den weltweit führenden Anbieter digitaler Zahlungen zu verhindern.
Als eine der bekanntesten Zahlungsplattformen der Welt hat PayPal die Verantwortung, sicherzustellen, dass seine Dienstleistungen und Operationen auf nicht-diskriminierende Weise und in Übereinstimmung mit den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte erbracht werden,
heißt es in dem Brief. Der Vorschlag wurde jedoch mit dem Hinweis auf die Finanzierungslücke in Palästinas wachsendem Softwareentwicklungs- und E-Commerce-Sektor abgelehnt. Dieser Ausschluss lenkte die Aufmerksamkeit auf Bitcoin, eine dezentralisierte Kryptowährung, als mögliche Alternative.

Unterdrückung durch zentrale Instanzen
Bitcoin als Lösung für ein unterdrücktes und vergessenes Volk, denn die palästinensische Wirtschaft ist eine Multimilliarden-Dollar-Wirtschaft, von der leider hauptsächlich Außenstehende profitieren. Aber wenn Bitcoin als offizielle Währung eingeführt würde, könnten die Palästinenser ihr eigenes wirtschaftliches Schicksal und damit ihre Souveränität gestalten.
Der palästinensische Aktivist Fadi Elsalameen betonte kürzlich, dass Bitcoin für ihn die einzige Möglichkeit sei, Geld nach Palästina zu schicken. Es habe ihm geholfen, die hohen Bankgebühren und die restriktive Politik der Regierung zu umgehen, insbesondere nach dem jüngsten Konflikt.
Bitcoin löst das Problem der hohen Bank- oder Überweisungsgebühren oder der extremen und invasiven Ausbeutung durch die Regierung und der unfairen Behandlung der Palästinenser durch internationale Währungsorganisationen wie im Fall von PayPal,
sagt Elsalameen.
Die Skepsis gegenüber Kryptowährungen ist jedoch ein großes Hindernis für die schnelle Verbreitung von Bitcoin in der Region.
Die Rolle von Kryptowährungen in Konfliktgebieten
Das digitale Zahlungsdilemma in Palästina spiegelt einen globalen Trend wider, bei dem Kryptowährungen eine Nische erobern, insbesondere in Konfliktgebieten. Laut Chainalysis, einem Unternehmen für Blockchain-Analysen, ist der Russland-Ukraine-Krieg ein Beispiel für diesen Trend, bei dem Kryptowährungen die Finanzierung der verschiedenen Fraktionen erleichterten.
Die dezentrale Natur von Bitcoin bietet einen einzigartigen Vorteil in Konfliktgebieten – schnelle, kleinteilige Geldtransfers, die gezielte Unterstützung für spezifische Bedürfnisse ermöglichen. Viele sehen Bitcoin als Lösung an und haben eine Alternative nach Ausbruch des Krieges gesucht.
Die Funktionalität von Kryptowährungen geht jedoch über das reine Spenden hinaus. Wie der jüngste israelisch-palästinensische Konflikt gezeigt hat, blieb der Bitcoin-Preis trotz der geopolitischen Unruhen stabil, im Gegensatz zu traditionellen Rohstoffen wie Gold und Öl, die heftig reagierten.





