Die Bitcoin-BIP-Editoren haben Luke Dashjr am Montag, 10. August 2026, aus dem Team entfernt, zwei Tage nachdem sein Vorschlag BIP 110 die Bitcoin-Nodes in eine Minderheitskette ohne neuen Block seit dem 8. August gespalten hatte. Mitherausgeber Mark „Murch“ Erhardt hatte die Entfernung tags zuvor gefordert.

BIP 110 spaltet die Bitcoin-Community

Der Bitcoin-BIP-Editor Luke Dashjr wurde am Montag, 10. August 2026, aus dem Editorenteam für Bitcoin Improvement Proposals entfernt. Auslöser war sein Vorschlag BIP 110, der zwei Tage zuvor die Bitcoin-Nodes in eine Minderheitskette gespalten hatte, die seit dem 8. August keinen neuen Block mehr produziert hat.

BIP 110 sollte die Menge beliebiger Daten in Bitcoin-Transaktionen begrenzen, etwa Bilder oder Textdateien. Nodes, die den Soft Fork durchsetzten, verwarfen Blöcke von Minern ohne entsprechendes Signal. Die Folge war eine Kettenspaltung mit geringer Hashrate-Unterstützung, die rasch zum Stillstand kam.

Kritiker wie Michael Saylor und Adam Back hatten vor der Spaltung gewarnt, der Filter könne gültige, gebührenzahlende Transaktionen ungültig machen und die Regel-Unantastbarkeit des Protokolls untergraben.

Dashjr verliert BIP-Editor-Rechte

Mitherausgeber Mark „Murch“ Erhardt forderte die Entfernung des Bitcoin-BIP-Editors am 9. August in einer öffentlichen Diskussion im BIP-Repository. Er warf Dashjr vor, BIP 110 einseitig bevorzugt zu haben, unter anderem durch eine vorzeitige BIP-Nummer-Vergabe und eine rasche Zusammenführung eines Updates am eigenen Vorschlag.

Dashjr war zugleich Mitautor und Editor desselben Vorschlags, eine Doppelrolle, die aus Sicht der übrigen BIP-Editoren mit der Neutralität des Amtes nicht vereinbar war. Am Montag zogen die verbleibenden Editoren die Konsequenz und entfernten Dashjr aus dem Team.

Dashjr pflegt seit Jahren mit Bitcoin Knots eine eigene Node-Implementierung neben Bitcoin Core.

Das Problem mit Minority Forks

Der Fall zeigt eine Schwachstelle in der Bitcoin-Protokoll-Governance: Ein einzelner Editor mit Schreibrechten kann einen eigenen Vorschlag begünstigen, bevor die übrige Entwicklergemeinschaft den Konsens prüfen kann. Ein Minority Fork wie bei BIP 110 entsteht, wenn ein Teil der Nodes neue Regeln durchsetzt, ohne dass Miner und Wirtschaftsmehrheit mitziehen, und bleibt technisch von der Hauptkette isoliert.

Die Entfernung eines Bitcoin-BIP-Editors ändert nichts an der Struktur, die den Interessenkonflikt erst ermöglichte. Wer Vorschläge einbringt und zugleich über ihre offizielle Aufnahme entscheidet, konzentriert Macht, die in einem dezentralen Netzwerk verteilt sein soll.

Offen bleibt, ob die verbleibenden Editoren ihre Doppelrollen künftig strenger trennen. Bis dahin hängt die Neutralität des BIP-Prozesses vom Vertrauen in Einzelpersonen ab, nicht von einer verbindlichen Regel.

Wir berichteten über den Streit um BIP 110 und die Kritik von Saylor und Back am geplanten Spam-Filter.

Unser Qualitätsanspruch

Unsere Redaktionsrichtlinien bei Krypto Guru zielen darauf ab, Dir präzise, gut recherchierte und objektive Informationen im Bereich Kryptowährungen zu bieten. Jedes Stück Inhalt wird von einem Team aus erfahrenen Krypto-Experten und Redakteuren sorgfältig geprüft, um sicherzustellen, dass Du nur die verlässlichsten und aktuellsten Informationen erhältst. So kannst Du sicher sein, dass die Inhalte, die Du bei uns findest, nicht nur relevant, sondern auch von echtem Mehrwert für Dich sind.

Telegram Channel

Komm in unseren kostenlosen Telegram Channel und erhalte die News als erster!

Aktuelle News

Bitcoin BIP-Editor: Dashjr entfernt nach Governance-Konflikt

Die Bitcoin-BIP-Editoren haben Luke Dashjr am Montag, 10. August 2026, aus dem Team entfernt, zwei Tage nachdem sein Vorschlag BIP 110 die Bitcoin-Nodes in eine Minderheitskette ohne neuen Block seit dem 8. August gespalten hatte. Mitherausgeber Mark „Murch“ Erhardt hatte die Entfernung tags zuvor gefordert.

mehr lesen

Weitere aktuelle News