Die Bitcoin ETF Zuflüsse erreichten an den ersten beiden Oktober-Handelstagen 2026 zusammen 134,4 Mio. US-Dollar und glichen damit den Abfluss vom 30. September aus. Ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht dämpfte zugleich die Markterwartung an weitere Zinserhöhungen der Fed.
Arbeitsmarkt-Bericht triggert Bitcoin ETF Rückkehr
Die Bitcoin ETF Zuflüsse erreichten an den ersten beiden Handelstagen des Oktobers, Mittwoch und Donnerstag, zusammen 134,4 Mio. US-Dollar. Das meldete Decrypt am 2. Oktober 2026 unter Berufung auf Daten der US-Spot-Fonds.
Die Rückkehr der Zuflüsse folgt unmittelbar auf einen Abfluss am 30. September, dem letzten Handelstag des Monats. Binnen weniger Handelstage drehte sich die Bilanz der Bitcoin ETF Zuflüsse damit von negativ auf deutlich positiv.
Unter Marktteilnehmern gilt der Oktober seit Jahren als saisonal starker Monat für Bitcoin, in Anlehnung an das Schlagwort „Uptober“. Die ersten beiden Handelstage bestätigten diese Lesart zumindest vorläufig, auch wenn zwei Tage für einen belastbaren Trend nicht ausreichen.
Warum schwache Jobs-Daten Anleger zu Bitcoin treiben
Auslöser war ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht. Die Daten dämpften die Markterwartung an weitere Leitzinserhöhungen der Fed und nährten stattdessen die Spekulation auf eine baldige Zinssenkung.
Sinkende Zinserwartungen verbilligen die Opportunitätskosten, eine nicht verzinsliche Anlage wie Bitcoin zu halten. Kapital, das zuvor in festverzinsliche Dollar-Anlagen floss, sucht bei nachlassendem Zinsdruck wieder risikoreichere Alternativen. Genau dieses Muster lässt sich seit Einführung der Spot-ETFs wiederholt an einzelnen Handelstagen beobachten.
Wer Anteile an einem Bitcoin-ETF hält, hält dabei keine Bitcoin in Selbstverwahrung, sondern lediglich einen Fondsanteil, dessen Gegenpartei der Emittent des Produkts ist. Der Arbeitsmarktbericht des US-Arbeitsministeriums gilt an den Märkten dennoch als zentraler Frühindikator für die nächste Zinsentscheidung der Fed, unabhängig vom gewählten Anlagevehikel.
Fed-Zinsrisiken befeuern Bitcoin ETF Zuflüsse
Für deutsche Anleger zeigt die Episode, wie eng die Bitcoin ETF Zuflüsse an die US-Geldpolitik gekoppelt sind. Jede Lesart der Konjunkturdaten durch den Markt wirkt sich unmittelbar auf die Nachfrage nach den Fonds aus, oft innerhalb einzelner Handelstage.
Die Zuflüsse vom 1. und 2. Oktober gleichen bislang nur den Abfluss vom 30. September aus, nicht mehr. Ob daraus ein stabiler Trend wird, entscheidet die nächste Zinsentscheidung der Fed, nicht ein einzelner Jobs-Bericht.
Für Sparer bleibt die Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin unabhängig von jeder Zinsentscheidung fix, während die Fed über die Dollar-Geldmenge frei entscheidet und so den Wert jeder bestehenden Dollar-Ersparnis laufend verändert.
Wir berichteten über den vorangegangenen Abfluss bei den Bitcoin ETFs Ende September.





