Der Bitcoin-Hashrate-Rekord liegt laut Branchendaten bei 988 Exahash pro Sekunde (EH/s), obwohl viele Miner nur noch dünne Gewinnmargen erzielen. Gleichzeitig verlagern einzelne Mining-Konzerne Kapital in profitablere KI-Rechenzentren.

Hashrate-Rekord bei sinkenden Miner-Gewinnen

Die Bitcoin-Hashrate hat nach Angaben von coin-update.de am Donnerstag, 13. August 2026, mit 988 Exahash pro Sekunde (EH/s) ein neues Rekordniveau erreicht. Der Bitcoin-Hashrate-Rekord fällt in eine Phase, in der viele Miner nach eigenen Angaben nur noch knappe Gewinnmargen erzielen. Der Hashpreis, die Erlösgröße pro Petahash und Tag, lag Anfang August bei rund 31,66 US-Dollar und damit deutlich unter den Werten vergangener Boomphasen. Noch im Februar 2026 war die Netzwerkleistung zwischenzeitlich auf rund 850 EH/s gefallen, ehe sie sich seither kontinuierlich erholte.

Steigende Rechenleistung bei fallenden Margen wirkt zunächst widersprüchlich, denn mehr Hashrate bedeutet üblicherweise, dass Mining lukrativer wird und zusätzliche Kapazität anzieht. Im aktuellen Umfeld trifft das nur noch auf einen Teil der Branche zu.

Warum 988 EH/s trotz schwacher Margen möglich ist

Der Bitcoin-Hashrate-Rekord entsteht vor allem durch neue, effizientere Rechner-Generationen, die pro eingesetztem Watt deutlich mehr Rechenleistung liefern als ältere Modelle. Betreiber mit günstigen Stromverträgen und bereits abgeschriebener Hardware bleiben rentabel, während Miner mit hohen Stromkosten aus dem Netzwerk ausscheiden.

Das Ergebnis ist eine Verschiebung innerhalb der Branche, keine Erholung der Branche insgesamt: Die Gesamtrechenleistung wächst, während sich die Zahl der wirtschaftlich tragfähigen Betreiber verringert, was die Mining Dezentralität unter Druck setzt. Laufende Hashrate-Daten zeigen diese Entwicklung seit mehreren Monaten.

Kapitalabzug zur KI-Infrastruktur belastet Profitabilität

Ein zusätzlicher Faktor hinter der schwachen Profitabilität ist der Kapitalabzug einzelner börsennotierter Mining-Unternehmen hin zur Vermietung von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Dort lassen sich pro Megawatt deutlich höhere Erlöse erzielen als im klassischen Bitcoin-Mining, was neue Investitionen in Mining-Kapazität unattraktiver macht.

Der Bitcoin-Hashrate-Rekord zeigt trotzdem, dass Schwierigkeitsanpassung und Wettbewerb weiter funktionieren: Verlässt Rechenleistung das Netzwerk zugunsten von KI-Infrastruktur, sinkt die Mining-Schwierigkeit und macht die verbleibenden, oft kleineren Betreiber wieder profitabler. Für die Netzwerksicherheit bleibt entscheidend, dass sich Rechenleistung dabei nicht dauerhaft auf wenige Betreiber konzentriert.

Am Protokoll selbst ändert der Margendruck nichts: Die Gesamtmenge von 21 Mio. Bitcoin bleibt unabhängig davon fest programmiert, welche Miner aktuell am profitabelsten arbeiten. Offen bleibt, wie viele weitere Mining-Unternehmen ihre Kapazität mittelfristig ebenfalls in Richtung KI-Infrastruktur verlagern.

Wir berichteten über den Kapitalabzug der Miner zur KI-Infrastruktur, als er im Frühjahr zu einem spürbaren Hashrate-Rückgang führte.

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