Die Bitcoin Treasury Verwaltung von Gelephu Mindfulness City liegt künftig teilweise beim kanadischen Vermögensverwalter 3iQ, wie beide Seiten am Donnerstag bekannt gaben. Bhutan hatte im Dezember 2025 bis zu 10.000 Bitcoin aus seinen Staatsreserven für die Sonderwirtschaftszone reserviert.
Gelephu wählt 3iQ für Bitcoin-Treasury-Verwaltung
Die Bitcoin Treasury Verwaltung von Gelephu Mindfulness City liegt künftig teilweise beim kanadischen Vermögensverwalter 3iQ. Das gaben beide Seiten am Donnerstag, 30. Juli 2026, bekannt. 3iQ übernimmt ein nicht näher beziffertes Mandat über einen Teil der Bitcoin-Reserve, die Bhutan der geplanten Sonderwirtschaftszone im Süden des Landes zugewiesen hat.
Die Regierung hatte im Dezember 2025 angekündigt, bis zu 10.000 Bitcoin aus den nationalen Beständen für den Aufbau von Gelephu bereitzustellen, umgerechnet rund eine Milliarde US-Dollar zum damaligen Kurs. Die Bitcoin Treasury Verwaltung durch einen externen, regulierten Verwahrer ist nach Angaben beider Partner ein Novum: Erstmals lagert ein Staat mit eigenen Bitcoin-Beständen die Verwaltung eines Teils davon offiziell an eine institutionelle Verwahrer Institution aus. Beide Seiten bezeichnen die Vereinbarung als ersten von mehreren geplanten Schritten.
Bitcoin-Infrastruktur für digitale Finanzplätze aufbauen
Gelephu Mindfulness City soll nach den Plänen der Regierung zu einem digitalen Offshore-Finanzplatz werden, der internationale Investoren und Unternehmen anziehen soll. Die Kooperation mit 3iQ umfasst laut der gemeinsamen Pressemitteilung mehr als reine Vermögensverwaltung: 3iQ baut vor Ort eine dauerhafte Präsenz auf, investiert in lokale Fachkräfte und bietet Schulungen sowie Wissenstransfer für den Aufbau eigener Verwahrungsstrukturen an.
Bhutan hält über die staatliche Investmentholding Druk Holding and Investments bereits seit Jahren Bitcoin, unter anderem aus eigenem Mining mit Wasserkraft, und zählt mit über 11.000 BTC zu den größten staatlichen Bitcoin-Haltern weltweit. Die Bitcoin Treasury Verwaltung für Gelephu baut auf diesen Beständen auf, verlagert die operative Zuständigkeit für einen Teil davon aber erstmals an einen externen Anbieter mit regulatorischer Aufsicht.
Bitcoin-Verwahrung durch Dritte: Zwischen Effizienz und Risiko
Die Auslagerung an eine Verwahrer Institution bringt Skaleneffekte und regulatorische Anschlussfähigkeit, verändert aber die Risikostruktur der Bestände. Wer Bitcoin nicht in Selbstverwahrung hält, sondern einem Dritten überlässt, tauscht eigenes Schlüsselmanagement gegen ein Gegenparteirisiko und ist auf dessen Zahlungsfähigkeit und Sorgfalt angewiesen.
Wer einen Verwahrer einschaltet, statt den eigenen Schlüssel zu halten, verlagert damit ein Stück Kontrolle über die eigenen Bestände an eine dritte Instanz. Die feste Obergrenze von 21 Mio. Bitcoin ändert sich dadurch nicht, unabhängig davon, wer die Schlüssel im Alltag verwaltet.
Wir berichteten über die ursprüngliche Ankündigung der 10.000-Bitcoin-Reserve für Gelephu.





