Bitcoin hat seit dem Sommer Mühe, die Marke von 65.000 $ zu überschreiten, nachdem es im März ein Hoch von 74.000 $ erreicht hatte. Laut Matt Hougan von Bitwise könnte der Kurs jedoch bis Jahresende auf 80.000 $ steigen, wenn drei wesentliche Bedingungen erfüllt werden.
In Kürze
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Krypto-Markt unter Druck vor US-Wahlen
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Bitcoin unter dem Einfluss globaler Finanzpolitik
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Hougan von Bitwise – kein Platz für ‚Black Swans‘
Krypto-Markt unter Druck vor US-Wahlen
Die anhaltende Unsicherheit im Vorfeld der US-Wahlen wird als Ursache für die derzeitige Stagnation im Krypto-Markt gesehen. Der republikanische Kandidat Donald Trump, der früher negativ gegenüber der Branche eingestellt war, zeigt nun Interesse an der Kryptoindustrie.
Im Gegensatz dazu äußert sich Vizepräsidentin Kamala Harris zögerlicher und spricht nur allgemein über die Stärkung des US-Wettbewerbsvorteils bei Technologien wie Kryptowährungen und Künstlicher Intelligenz. Die Biden-Regierung wird von Krypto-Insidern kritisiert, da sie US-Unternehmen unverhältnismäßig stark regulieren soll.
Bitcoin unter dem Einfluss globaler Finanzpolitik
Trotz eines sich verändernden Finanzumfelds wird erwartet, dass Bitcoin weiter steigen wird. Sowohl die USA als auch China haben kürzlich Lockerungen ihrer Geldpolitik vorgenommen.
Im September senkte die US-Notenbank die Zinssätze zum ersten Mal seit der Pandemie, und China reagierte mit einem umfassenden Konjunkturprogramm von 282 Milliarden Dollar, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Diese Maßnahmen trieben Bitcoin kurzfristig über die 66.000-Dollar-Marke, bevor geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Rallye unterbrachen.

Hougan von Bitwise – kein Platz für ‚Black Swans‘
Die dritte Bedingung, um Bitcoin auf 80.000 Dollar steigen zu sehen, lautet: keine unvorhersehbaren „black swans“ bis zum Jahresende. Laut Hougan von Bitwise wäre jeder unerwartete Schock, wie ein massiver Hack oder ein großes Gerichtsverfahren, ein erheblicher Rückschlag für den Markt. Er verwies auf die Geschichte der Kryptowährungen, die immer wieder von solchen Überraschungen durchzogen ist.
Ein Beispiel ist Deutschlands Verkauf von Bitcoin im Wert von 2,3 Milliarden Dollar, der zu einem Preisrückgang von 25 % führte. Ein weiterer potenzieller Risikofaktor ist der Bitcoin-Bestand der USA, der bei einem Verkauf den Markt erheblich beeinflussen könnte.





