Die EU Krypto Steuer rückt näher. Das Europäische Parlament hat am 28. April 2026 seine Verhandlungsposition für den Mehrjährigen Finanzrahmen 2028 bis 2034 verabschiedet. Darin enthalten: eine geplante Abgabe auf Kapitalgewinne aus Bitcoin und anderen Kryptowerten.
EU Krypto Steuer als Teil des Mehrjährigen Finanzrahmens 2028 bis 2034
Der Mehrjährige Finanzrahmen legt das Budget der Europäischen Union für jeweils sieben Jahre fest. Für die Periode 2028 bis 2034 fordert das Parlament ein Gesamtvolumen von rund 1,78 Billionen Euro, etwa zehn Prozent über dem ursprünglichen Vorschlag der Kommission.
Die EU Krypto Steuer ist dabei eine von vier neuen Einnahmequellen, die zusammen jährlich rund 60 Mrd. Euro generieren sollen.
Die anderen drei Bausteine sind eine Abgabe auf digitale Dienstleistungen, eine Abgabe auf Online-Glücksspiele und die Ausweitung des CO2-Grenzausgleichssystems. Bitcoin- und Krypto-Gewinne werden damit auf eine Stufe gestellt mit Glücksspiel und CO2-Emissionen.
Die Begründung des Parlaments: neue Eigenmittel zur Tilgung der NextGenerationEU-Schulden und zur Finanzierung des Haushalts. Danke Fiat-Zentralisierung.
Parlament beschließt Verhandlungsposition mit 370 zu 201 Stimmen
Die Abstimmung am 28. April 2026 in Straßburg endete mit 370 Ja-Stimmen, 201 Nein-Stimmen und 84 Enthaltungen. Damit ist die Position des Parlaments festgelegt. EP-Präsidentin Roberta Metsola erklärte nach der Abstimmung, das Parlament sei nun bereit für die Verhandlungen mit dem Rat der EU-Mitgliedstaaten.
Wichtig zur Einordnung: Die EU Krypto Steuer ist damit nicht beschlossen. Es handelt sich um eine Verhandlungsposition, kein verabschiedetes Gesetz. Die finale Entscheidung erfordert die Zustimmung aller 27 Mitgliedstaaten und eine Einigung mit Rat und Kommission. Die konkrete Höhe der Abgabe ist noch nicht festgelegt.
Ob sie zusätzlich zu nationalen Steuern erhoben wird oder diese ablöst, ist offen. Die Pressemitteilung des Parlaments findet sich hier.
Fiat-Scam: Brüssel sucht 60 Milliarden Euro neue Einnahmen pro Jahr
Hinter der EU Krypto Steuer steht ein systemisches Problem. Die EU hat im Rahmen von NextGenerationEU gemeinsame Schulden in dreistelliger Milliardenhöhe aufgenommen. Diese müssen ab 2028 zurückgezahlt werden. Höhere nationale Beiträge sind politisch nicht durchsetzbar. Brüssel sucht daher neue Einnahmequellen, ohne sie als nationale Steuererhöhung darzustellen.
Bitcoin wird zum Steuerziel, weil er politisch leicht angreifbar ist. Eine Krypto-Abgabe lässt sich öffentlich gut verkaufen. Sollte die EU Krypto Steuer kommen, wäre die deutsche einjährige Haltefrist faktisch entwertet, ebenso die Steuerfreiheit nach drei Jahren in Tschechien oder die Steuerbefreiung in Portugal.
Steuerfreie Bitcoin-Gewinne wären innerhalb der EU dann nicht mehr realisierbar. Das eigentliche Anreizsystem dahinter ist klar erkennbar.
Wer in einem unbegrenzt vermehrbaren Geldsystem Schulden anhäuft, muss langfristig auf jene zugreifen, die ihre Kaufkraft in härteres Geld verschoben haben.
Die EU Krypto Steuer ist damit kein Zufall, sondern strukturelle Konsequenz expansiver Geldpolitik. Bitcoin als Asset mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten wird damit nicht zum Problem, sondern zum letzten verbleibenden Fluchtweg aus einem System, das seine eigenen Verbindlichkeiten nur durch immer weiteren Steuerzugriff bedienen kann. Die Migration aus EU-Steuerjurisdiktionen heraus wird zur logischen Folge, ebenso die Bedeutung von Selbstverwahrung.
Wir berichteten über die Debatte um die deutsche Bitcoin-Haltefrist und den parallelen Druck durch DAC 8.





