Laut dem aktuellen 2026 Look Ahead Report von Fidelity Digital Assets hat sich die Zahl börsennotierter Unternehmen mit mindestens 1.000 BTC in der Bilanz innerhalb eines Jahres von 22 auf 49 mehr als verdoppelt. Der Trend, der bereits seit Q4 2017 läuft, hat damit eine neue Dynamik erreicht.
In Kürze
- Wie sich die Zahl der Public Companies von 22 auf 49 innerhalb eines Jahres entwickelt hat
- Warum börsennotierte Unternehmen 2025 mehr Bitcoin kauften als alle Spot-ETFs zusammen
- Wie 49 Firmen inzwischen fast 5 % des gesamten Bitcoin-Angebots kontrollieren
Wie sich die Zahl der Public Companies von 22 auf 49 innerhalb eines Jahres entwickelt hat
Noch Anfang 2025 zählte Fidelity 24 börsennotierte Firmen mit Beständen über 1.000 BTC. Bis Mitte des Jahres waren es bereits 35, Ende 2025 dann 49 – ein Wachstum, das die gesamte Entwicklung der Vorjahre in den Schatten stellt.
Dabei unterscheidet Fidelity drei Kategorien: Native-Firmen wie Mining-Unternehmen, die Bitcoin aus dem operativen Geschäft halten, Strategic-Firmen, die gezielt Bitcoin als Treasury-Strategie einsetzen, und traditionelle Konzerne, die erstmals Reserven in BTC umschichten.

Besonders auffällig ist, dass die strategischen Käufer im Schnitt über 12.000 BTC pro Firma halten und damit deutlich mehr als die anderen Gruppen. Die Akkumulation beschränkt sich also längst nicht mehr auf ein paar Krypto-Pioniere, sondern zieht zunehmend Unternehmen an, die bisher nichts mit der Branche zu tun hatten.
Warum börsennotierte Unternehmen 2025 mehr Bitcoin kauften als alle Spot-ETFs zusammen
In der ersten Jahreshälfte 2025 absorbierten öffentliche Unternehmen insgesamt 245.510 BTC. Ein Anstieg von 375 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich: Die Spot-ETFs kamen im selben Zeitraum auf 118.424 BTC, also weniger als die Hälfte. Oder anders ausgedrückt: Auf jeden BTC, der über ETFs in den Markt floss, kamen 2,1 BTC durch Unternehmenskäufe. Viele Bitcoiner werden bei dieser Zahl schmunzeln.
Interessanterweise hat sich dabei auch die Käuferstruktur verändert. Strategy (ehemals MicroStrategy) hält zwar immer noch den größten Anteil, doch sein Marktanteil an den Corporate-Käufen sank von 72 % auf 55 %, weil immer mehr Firmen eigenständig akkumulieren.
Fidelity-Analyst Chris Kuiper betont, dass diese breitere Verteilung eine nachhaltigere Nachfrage erzeugt als die früheren Quartale, in denen einzelne Großkäufer das Bild dominierten.
Wie 49 Firmen inzwischen fast 5 % des gesamten Bitcoin-Angebots kontrollieren
Zusammengerechnet halten diese 49 Unternehmen knapp 5 % aller 21 Mio. BTC, die jemals existieren werden – und die Tendenz ist steigend. Fidelity schätzt, dass bis 2032 rund 8,3 Mio. BTC als illiquid gelten könnten, also etwa 42 % des zirkulierenden Angebots. Denn neben den Unternehmensbeständen gibt es eine zweite wachsende Gruppe: Bitcoin, die seit über sieben Jahren nicht bewegt wurden. Beide Kohorten zusammen hielten Ende 2025 bereits über 6 Mio. BTC, was mehr als 28 % des Gesamtangebots entspricht. Wer das Konzept von absolutem Mangel bei gleichzeitig steigender Nachfrage versteht, erkennt hier ein Muster, das im Fiat-System schlicht nicht existiert: Je mehr Akteure Bitcoin als Reserve begreifen, desto weniger BTC stehen dem Markt zur Verfügung – und desto irrelevanter wird der kurzfristige Preis in einer Währung, die beliebig vermehrbar ist.





