Die Europäische Zentralbank hebt den Leitzins um 0,5 Basispunkte an und orientiert sich damit neuerlich an der USA.

In Kürze

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  • Zinserhöhung auf 2%
  • Weitere Zinserhöhungen
  • EZB steckt in der Zwickmühle
  • Krypto-Märkte reagieren

Zinserhöhung auf 2%

Am Donnerstag hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Rekordzahl an Zinserhöhungen leicht reduziert und sich damit der US-Notenbank und anderen Zentralbanken in aller Welt angeschlossen, die ihren Kampf gegen die Inflation verstärken. Die Zentralbanken der Schweiz, der Eurozone und des Vereinigten Königreichs haben die Zinssätze um 0,5 Prozentpunkte erhöht, um die hohen Preise zu bekämpfen, die die Verbraucher in diesen Ländern belasten. Die EZB erklärte, dass sie mit einer weiteren Anhebung rechne, da die Inflation voraussichtlich noch viel zu lange über der Norm liegen werde.

Die EZB wurde offiziell mit den Worten zitiert,

Der EZB-Rat hat heute beschlossen, die Zinssätze zu erhöhen und geht davon aus, dass er sie noch deutlich weiter anheben wird, da die Inflation weiterhin viel zu hoch ist und voraussichtlich zu lange über dem Zielwert liegen wird.

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Weitere Zinserhöhungen

Die politischen Entscheidungsträger betonen jedoch, dass weitere Zinserhöhungen anstehen, um die Inflation von den Höchstständen des letzten Jahrzehnts einzudämmen und die steigenden Preise für Wohnraum, Lebensmittel und Energie zu bekämpfen, die die Ersparnisse der Menschen ruinieren. Darüber hinaus sind die Anleger der Meinung, dass die großen europäischen Zentralbanken in den nächsten 12 Monaten die Zinssätze stärker anheben werden als die US-Notenbank. Dies liegt daran, dass die Inflation in Europa Berichten zufolge hartnäckiger und schädlicher ist, als anderswo.​

EZB steckt in der Zwickmühle

Die EZB hat nur 2 Optionen, entweder sie lassen die Inflation laufen und drucken noch mehr Geld oder sie können alternativ die Inflation bekämpfen, in dem sie die Zinsen auf gut 11 Prozent anhebt – sie müssten nämlich höher sein als die Inflation selbst (derzeit 10,1 Prozent in der Eurozone). Daraufhin würde aber ein starker wirtschaftlicher Absturz folgen und diverse Staatspleiten würden ebenfalls drohen. Die EZB steckt also in der Zwickmühle und muss sich für einen Weg entscheiden. Ein gutes Ende erwartet uns auf keinem der beiden Wege.

Krypto-Märkte reagieren

Als die US-Notenbank vorgestern eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte ankündigte, stürzte der Kryptomarkt zusammen mit dem Aktienmarkt ab und büßte alle Gewinne ein, die er vor der Ankündigung erzielt hatte. Auch nach der Ankündigung der EZB setzte der Markt seinen Abwärtstrend fort, wobei es Anzeichen für ein weiteres Abrutschen aufgrund schwacher Widerstände gibt.

Derzeit ist die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, Bitcoin, von 17.800 $ auf 17.507 $ gefallen, während der Preis der zweitgrößten Kryptowährung, Ethereum, von 1315 $ auf 1275 $ fiel. Beide Kryptowährungen haben innerhalb weniger Minuten nach der Ankündigung einen Rückgang von 1,2 % verzeichnet.​

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