Die Veröffentlichung weiterer Epstein-Dokumente bringt eine E-Mail aus dem Jahr 2016 erneut in den Fokus der Krypto-Community. Darin spricht Epstein im Zusammenhang mit Bitcoin ausdrücklich von mehreren Gründern. Diese Wortwahl steht im Kontrast zum etablierten Narrativ rund um Satoshi Nakamoto als einzelne Identität. Auch wenn daraus keine neuen Beweise entstehen, wirft die Formulierung Fragen zur frühen Wahrnehmung von Bitcoin auf.
In Kürze
- Eine E-Mail aus dem Oktober 2016 rückt erneut in den Fokus
- Warum der Plural dem etablierten Satoshi-Narrativ widerspricht
- Dokumentierte Wortwahl, aber kein Beweis für neue Erkenntnisse
Eine E-Mail aus dem Oktober 2016 rückt erneut in den Fokus
Die betreffende E-Mail stammt aus dem Oktober 2016 und entstand im Kontext eines Blockchain- und Krypto-Pitches. Epstein beschreibt darin Gespräche über digitale Währungen und verwendet dabei bewusst einen Begriff, der den Fokus auf mehrere Bitcoin-Gründer legt.
Epstein erklärt dazu wortwörtlich:
Founders of bitcoin.
Das bedeutet auf Deutsch übersetzt:
Gründungsmitglieder von Bitcoin.
Die Passage ist kurz, aber eindeutig formuliert und Teil eines größeren inhaltlichen Zusammenhangs. Namen oder konkrete technische Details nennt die E-Mail nicht.

Dennoch ist die Wortwahl dokumentiert und damit Bestandteil der offiziellen Aktenlage. Gerade weil es sich um eine schriftliche Quelle handelt, wird sie von Analysten nicht ignoriert. Sie zeigt, wie Bitcoin in bestimmten Kreisen wahrgenommen und beschrieben wurde.
Warum der Plural dem etablierten Satoshi-Narrativ widerspricht
Bitcoin wird historisch mit einer einzelnen Schöpferfigur unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto verbunden. Die Verwendung des Plurals steht diesem Bild zumindest sprachlich entgegen. Daraus lässt sich jedoch keine neue Theorie ableiten, sondern lediglich eine Abweichung vom gängigen Narrativ festhalten.
Ob Epstein reale Gespräche geführt hat oder sich lediglich auf Hörensagen bezog, bleibt offen. Die E-Mail liefert keinen Hinweis auf eine Teamstruktur und keine Bestätigung einer Mehrpersonen-Entwicklung.
Sie zeigt jedoch, dass die Vorstellung eines kollektiven Ursprungs bereits Jahre vor heutigen Debatten existierte. Genau dieser Umstand macht die Passage bemerkenswert.
Dokumentierte Wortwahl, aber kein Beweis für neue Erkenntnisse
Trotz der Aufmerksamkeit, welche gerade rund um diese Formulierung in der Krypto-Welt aufkommt, verändert sie die bekannten Fakten zur Entstehung von Bitcoin nicht. Die E-Mail enthält weder Namen noch technische Belege oder weitere Verweise.
Sie bleibt eine dokumentierte Aussage ohne überprüfbaren Wahrheitsgehalt. Für institutionelle und analytische Betrachtungen ist diese Trennung entscheidend. Aussagen, Wahrnehmungen und Belege müssen klar voneinander unterschieden werden.
Die Epstein-Dokumente liefern in diesem Fall keinen Durchbruch, sondern lediglich zusätzlichen Kontext zur frühen Diskussionslage rund um Bitcoin. Wir berichteten bereits, dass Epstein mit dem Mittleren Osten bereits früh über einen Bitcoin-ähnlichen Sharia-Coin gesprochen hatte.
Jonas ist Gründer des Krypto-Guru Blogs. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Industrie-Meister ist er für das Personalmanagement zuständig. Er führt mit den anderen Gründern Hand in Hand neue Produkte ein und ist Entscheidungsträger im strategischen Management.






