Zentralbanken weltweit halten erstmals seit 30 Jahren mehr Gold als US-Staatsanleihen in ihren Reserven. Daten von BofA Global Research zeigen, dass Gold nun 24 Prozent der globalen Zentralbankreserven ausmacht, während US-Treasuries auf 21 Prozent gefallen sind. Die De-Dollarisierung Zentralbanken ist damit keine Prognose mehr, sondern ein messbarer Trend.

De-Dollarisierung Zentralbanken: Gold überholt US-Staatsanleihen erstmals seit 1996

Zentralbanken weltweit halten erstmals seit 30 Jahren mehr Gold als US-Staatsanleihen in ihren Reserven. Daten von BofA Global Research zeigen, dass Gold nun 24 Prozent der globalen Zentralbankreserven ausmacht, während US-Treasuries auf 21 Prozent gefallen sind.

Die De-Dollarisierung Zentralbanken ist damit keine Prognose mehr, sondern ein messbarer Trend.

Von 33 auf 21 Prozent: US-Treasuries verlieren ihren Platz als größte Reserveklasse

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Noch im vierten Quartal 2015 machten US-Staatsanleihen 33 Prozent der globalen Zentralbankreserven aus. Gold lag damals bei 9 Prozent. In weniger als zehn Jahren hat sich dieses Verhältnis vollständig umgekehrt. Der Analyst @cryptotice berichtete drüber auf X anhand des BofA-Charts. US-Treasuries fielen von 33 auf 21 Prozent, Gold stieg von 9 auf 24 Prozent.

Gold US-Staatsanleihen Chart

Die Gold Zentralbank Reserven erreichen damit laut World Gold Council einen Gesamtwert von rund 4 Bio. US-Dollar. Dem stehen etwa 3,9 Bio. US-Dollar in ausländisch gehaltenen US-Staatsanleihen gegenüber.

Die De-Dollarisierung Zentralbanken zeigt sich nicht nur in der Umschichtung selbst, sondern auch im Tempo: Allein seit 2022 haben Zentralbanken jährlich über 1.000 Tonnen Gold gekauft – das Doppelte des Durchschnitts der Vorjahre.

Gold bei 24 Prozent: Zentralbanken halten erstmals seit 1996 mehr Gold als US-Schulden

Die Daten von Visual Capitalist bestätigen: Es ist das erste Mal seit 1996, dass Gold US-Treasuries als größte Reserveklasse überholt. China hat seine Goldkäufe auf 16 Monate in Folge ausgeweitet und hält offiziell über 2.300 Tonnen. Brasilien hat 2025 rund 61 Mrd. US-Dollar an US-Treasuries abgestoßen und gleichzeitig seine Goldbestände verdoppelt. Polen, Türkei und Indien gehören ebenfalls zu den größten Käufern.

Laut aktuellen Umfragen planen 95 Prozent der befragten Zentralbanken, ihre Gold Zentralbank Reserven weiter aufzustocken. Keine einzige befragte Zentralbank gab an, Gold verkaufen zu wollen. Diese einseitige Nachfrage erzeugt eine strukturelle Untergrenze für den Goldpreis, die unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen wirkt.

Kein Gegenparteirisiko: Warum Gold keine Sanktionen kennt

Der Auslöser für die Beschleunigung war das Einfrieren von rund 300 Mrd. US-Dollar russischer Zentralbankreserven im Februar 2022. Für Reservemanager weltweit wurde damit sichtbar: Staatsanleihen westlicher Länder sind kein neutrales Asset. Sie können eingefroren, sanktioniert oder entwertet werden.

Gold kann das nicht. Es trägt kein Gegenparteirisiko, kann nicht ausfallen und unterliegt keiner politischen Steuerung.

Gleichzeitig übersteigen die US-Staatsschulden mittlerweile 38 Bio. US-Dollar. Rund 23 Cent jedes eingenommenen Steuerdollars fließen in Zinszahlungen. Das Vertrauen in US-Treasuries als „risikofreie“ Anlage erodiert strukturell. Die De-Dollarisierung Zentralbanken folgt einer Logik, die über Geopolitik hinausgeht: Wenn Geld beliebig vermehrt werden kann, suchen Institutionen Alternativen mit begrenztem Angebot.

Gold erfüllt dieses Kriterium seit Jahrtausenden. Bitcoin erfüllt es mit 21 Mio. Einheiten absolut. Wer versteht, warum Zentralbanken Gold statt Staatsanleihen halten, versteht auch, warum ein programmatisch begrenztes Asset langfristig eine ähnliche Rolle einnehmen kann.

Wir berichteten über den historisch niedrigen Bitcoin-Gold-Zyklus und seine Bedeutung als Bodenindikator.

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