Die Grayscale Marktanalyse sieht Bitcoin am Wendepunkt. Am 21. April 2026 erklärte Research-Chef Zach Pandl in „The Stack”, der Preis habe einen belastbaren Boden zwischen 65.000 und 70.000 US-Dollar ausgebildet. Parallel flossen im April 1,87 Mrd. US-Dollar in Bitcoin-ETFs.
Grayscale Marktanalyse ruft Bitcoin-Boden bei 65.000 bis 70.000 Dollar aus
Bitcoin notierte am 5. Februar 2026 bei rund 63.000 US-Dollar und hat seither über 20 Prozent zugelegt. Am 22. April lag der Kurs bei über 78.000 US-Dollar, einem 10-Wochen-Hoch.
Die Grayscale Marktanalyse stützt sich dabei auf den sogenannten Realized Price für Coins, die in den letzten ein bis drei Monaten bewegt wurden. Dieser Wert liegt aktuell bei etwa 74.000 US-Dollar und markiert damit die durchschnittliche Kostenbasis der jüngsten Käufer.
Solange der Marktpreis über diesem Niveau bleibt, sinken die unrealisierten Verluste und mit ihnen der kurzfristige Verkaufsdruck. Pandl sieht in dieser Konstellation das technische Fundament eines belastbaren Bodens. Das vollständige Papier erschien auf dem Grayscale-Blog „The Stack”.
Research-Chef Pandl sieht erste Phase eines Bullenmarkts
Zach Pandl war zuvor Macro Strategist bei Goldman Sachs und leitet heute Grayscale Research. Er argumentiert, dass ein weiterer Anstieg die Short-Term-Holder in die Gewinnzone drücken würde, was historisch die erste Phase eines Bullenmarkts kennzeichne. Der Grayscale Bull Market wäre demnach bereits eingeläutet, solange der Preis über der Realized-Price-Marke verharrt.
Parallel verzeichnet der Bull Score Index von CryptoQuant erstmals seit Beginn des aktuellen Bärenmarkts einen neutralen Wert. Nicht alle Analysten teilen die Einschätzung. Benjamin Cowen von Into The Cryptoverse und Joao Wedson von Alphractal erwarten den finalen Boden erst zwischen September und Oktober 2026.
Historisch zeigte der Bull Score Index 2022 eine Woche lang einen neutralen Wert, bevor der Markt weiter fiel. Der Grayscale Bull Market ist damit eine Auslegung, keine Bestätigung.
1,87 Milliarden Dollar ETF-Zuflüsse im April stützen Grayscale Marktanalyse
Die institutionelle Seite unterstreicht das Narrativ mit Zahlen. Bitcoin-ETFs haben im April 2026 rund 1,87 Mrd. US-Dollar an Zuflüssen verzeichnet, der stärkste Wert seit Oktober. Führend waren iShares Bitcoin Trust und das neu aufgelegte Morgan Stanley Bitcoin Trust. Damit ist MicroStrategy nicht mehr der einzige nennenswerte institutionelle Käufer, sondern Teil einer breiteren Positionierung über regulierte Vehikel.
Grayscale ist selbst ein Asset Manager mit Bitcoin-Produkten, ein bullisches Narrativ kanalisiert direkt Kapital in die eigenen Fonds. Das macht die On-Chain-Daten nicht falsch, aber es ist kein neutrales Gutachten.
Die ETF-Zuflüsse zeigen zugleich eine strukturelle Verschiebung: Fiat-Kapital sucht Zugang zu einem Asset mit fixem Angebot von 21 Millionen Einheiten, während die Geldmenge selbst elastisch bleibt. Wer regelmäßig zukauft, senkt den Einfluss einzelner Kurspunkte und folgt einer niedrigen Zeitpräferenz.
Genau diese Logik macht den Unterschied zwischen der Spekulation auf einen Boden und dem Aufbau einer Position über Jahre.
Wir berichteten über den Reserve-Risk-Indikator, der jeden historischen Bitcoin-Boden markiert hat.





