John McAffee ist vor allem 2017 stark im Krypto-Bereich öffentlich aktiv gewesen. Durch seine enorme Reichweite auf Twitter konnte er immer wieder verschiedene Werbe-Deals aushandeln. Dabei wurde ihm von vielen Krypto-Plattformen einiges an Geld angeboten, wenn er so eine Werbung macht. Oftmals handelte es sich hierbei um Scams, die nicht lange im Markt Bestand hatten. Jetzt wurde ein Mitarbeiter von ihm verurteilt.
In Kürze
- ICO-Werbung von John McAffee
- Jimmy Gale wird verurteilt
- Die meisten ICOs scheitern
ICO-Werbung von John McAffee
Im Jahr 2017-2018 gab es aufgrund der damaligen Block-Halbierung einen starken Anstieg bei Bitcoin, was in den gesamten Krypto-Markt neues Geld fließen ließ. Neben Bitcoin konnte Ethereum einen innovativen Anwendungsbereich entwickeln – der heute 2022, für viele Projekte bereits als Standard angesehen wird. Denn durch die damalige Implementation von Smart Contracts, also digitalen Verträgen, konnten erste ICOs auf der Ethereum-Blockchain in Form eines Tokens abgewickelt werden.
2017 musste ein neues Krypto-Projekt also nicht erst auf einer eigenen Blockchain programmiert werden, die zu Beginn mit einer relativ geringen Rechenleistung läuft, sondern konnte direkt die Funktionen der Smart Contracts von Ethereum nutzen. Dadurch sanken die Kosten für solch einen Start enorm, denn plötzlich konnten Laien mit der Hilfe von Online-Anwendungen ein eigenes Projekt in weniger als einer Stunde auf ETH aufsetzen.
Eine Schier unendliche Anzahl an neuen Krypto-Projekten flutet seither den Markt.
Jimmy Gale wird verurteilt
Um eine möglichst große Anzahl an Nutzern zu erreichen, wurden nun verschiedene öffentliche Personen genutzt. Dabei trat auch John McAffee immer mehr als Promoter dieser Projekte auf. Dabei wurde ihm ein mindestens sechsstelliger Betrag pro Projekt geboten. Durch einen kurzen Tweet konnte das Projekt so eine enorme Reichweite erfahren, was als Effekt hatte, dass die Coins schnell einen enormen Anstieg aufweisen konnten.
Dass dieser Anstieg nicht von Dauer ist, war klar. Oftmals hat sich John McAffee und seine Mitarbeiter vorher selbst groß eingekauft, um nicht nur für den Tweet bezahlt zu werden, sondern auch um aus diesem Pump&Dump-Szenario zusätzliches Geld zu erwirtschaften. Das natürlich auf den Nacken der naiven Investoren.
John McAffee ist bereits seit einigen Jahren verstorben. Jetzt wurde im Laufe des restlichen Verfahrens der Mitarbeiter Jimmy Gale von McAffee zu einer 375.000 USD Strafe verurteilt. Dadurch sollen Nutzer vor Personen des öffentlichen Lebens geschützt werden, wenn diese ein Projekt nur bewerben, um Geld zu machen.
Die meisten ICOs scheitern
Tatsächlich kommen seit der technischen Möglichkeit von Smart Contracts in 2017 täglich dutzende neue Projekte auf den Markt. Lediglich in Zeiten des Bärenmarktes scheint sich die Anzahl etwas zu verkleinern. Trotzdem haben die meisten dieser Projekte auf Dauer keinen Erfolg. Dementsprechend scheitern solche Projekte auch schnell wieder.
Das spekulative Investment von jungen ICO-Produkten ist mit enormen Risiken verbunden, welche die meisten Käufer gar nicht einschätzen können. Meistens liegen schlicht und einfach zu wenige Informationen zu den einzelnen Projekten vor. Daher ist vor allem für Neueinsteiger lediglich der Kauf von Bitcoin als relativ sicher anzusehen. Trotzdem kann in der Krypto-Welt alles passieren, was schnell zum Karma für Investoren werden kann.
Lese dazu: Lerne Dich vor Krypto-Scams zu schützen!
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