Die Krypto-Börsen Südkorea betreffend: Die Behörden gehen gegen 27 Webseiten nicht registrierter Anbieter vor, darunter KuCoin und MEXC. Auszahlungen könnten für Kunden schwierig werden.

Südkorea sperrt 27 Krypto-Webseiten

Südkorea geht gegen 27 Webseiten von Krypto-Börsen vor, darunter KuCoin und MEXC. Nach einem Bericht von Cointelegraph vom 13. Oktober 2026 richten sich die Maßnahmen gegen Plattformen ohne Registrierung. Für nicht zugelassene Krypto-Börsen in Südkorea wird der Zugang aus dem Land damit deutlich schwerer.

Die Behörden räumten laut dem Bericht selbst ein, dass Kunden Schwierigkeiten haben könnten, ihre Guthaben abzuziehen. Wie viele Nutzer betroffen sind, nennt die Meldung nicht. Die Quelle ist als gelb eingestuft, die Angaben zu den 27 Adressen liegen uns nicht als Behördenmitteilung vor.

KuCoin und MEXC in Südkorea nicht erreichbar

Gesperrt werden sollen die inländischen Zugänge, also die Webseiten, über die Nutzer in Südkorea die Börsen aufrufen. Die Guthaben selbst liegen weiter bei den Betreibern im Ausland. Die Sperre ändert daran nichts, sie erschwert aber den Weg zur Auszahlung über die gewohnte Oberfläche.

Wer dort Coins hält, ist auf den Betreiber angewiesen. Bei Krypto-Börsen in Südkorea ohne Zulassung gibt es keine inländische Stelle, an die sich Kunden wenden könnten. Ob Auszahlungen über Umwege möglich bleiben, ist offen.

Die rechtliche Grundlage: Anbieter virtueller Vermögenswerte müssen sich bei der Financial Intelligence Unit registrieren, die zur Finanzdienstleistungskommission gehört. Verstöße können mit bis zu fünf Jahren Haft oder Geldstrafen von bis zu 50 Mio. Won geahndet werden.

Behörden zielen auf nicht registrierte Börsen

Das Vorgehen ist nicht neu. 2022 verlangten die Behörden die Sperrung von 16 nicht registrierten ausländischen Börsen, darunter KuCoin und MEXC. 2025 folgte die Entfernung mehrerer Börsen-Apps aus dem Apple App Store und aus Google Play. Neu ist laut Meldung der Umfang von 27 Webseiten.

Zu trennen ist Ankündigung und Umsetzung: Eine geplante Sperre ist noch keine technisch durchgesetzte. Sie richtet sich zudem gegen Anbieter ohne Registrierung, nicht gegen Bitcoin als Netzwerk.

Wer Coins bei einer Plattform hält, trägt deren Rechts- und Ausfallrisiko, und eine behördliche Sperre macht dieses Risiko sichtbar. Selbstverwahrte Bitcoin lassen sich unabhängig von einer Webseite bewegen.

Offen bleibt, wann die Sperren bei den Krypto-Börsen in Südkorea greifen und ob die Betreiber Auszahlungen für koreanische Kunden weiter ermöglichen.

Wir berichteten über die Regulierung von Krypto-Plattformen.

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