Michael Saylor, Gründer von MicroStrategy und einer der prominentesten Bitcoin-Befürworter, hat kürzlich mit einer Aussage über Bitcoin-Nutzer, die Selbstverwahrung bevorzugen und der US-Regierung misstrauen, eine Kontroverse in der Krypto-Community entfacht. In einem neuen Interview äußerte er sich kritisch gegenüber diesen Personen und stellte dabei Fragen zur Sicherheit und den Risiken der Selbstverwahrung in den Vordergrund.
In Kürze
- Selbstverwahrung und staatliches Misstrauen: Michael Saylors umstrittene Meinung
- Der Vergleich zur Goldkonfiszierung in den 1930er Jahren
- Reaktionen der Krypto-Community
Selbstverwahrung und staatliches Misstrauen: Michael Saylors umstrittene Meinung
In einem Interview mit der YouTuberin Madison Reidy, in dem es um häufige Mythen und Risiken ging, die die Bitcoin-Adoption behindern, machte Michael Saylor eine bemerkenswerte Aussage. Auf die Frage, ob es für Bitcoin-Besitzer Risiken gäbe, die ihre Coins selbst verwahren anstatt sie Institutionen wie Hedgefonds zu überlassen, verwies Saylor auf die „paranoiden Krypto-Anarchisten“.
Er kritisierte diejenigen, die der Regierung und regulierten Instanzen misstrauen und aus diesem Grund ihre Bitcoin selbst halten. Seiner Meinung nach erhöht dies das Risiko, dass ihre Bitcoin eines Tages beschlagnahmt werden könnten.
Der Vergleich zur Goldkonfiszierung in den 1930er Jahren
Ein besonders heiß diskutierter Punkt im Interview war Saylors Vergleich der Bitcoin-Selbstverwahrung mit der Beschlagnahmung von Gold während der Großen Depression in den USA. Damals wurden Bürger aufgefordert, ihr Gold der Regierung zu übergeben. Reidy stellte die Frage, ob sich dieses Szenario bei Bitcoin wiederholen könnte.
Michael Saylor verneinte dies und meinte, dass es kein Risiko gäbe, solange die USA nicht auf den Bitcoin-Standard wechseln. Er fügte hinzu, dass das Gold damals nicht beschlagnahmt wurde, sondern freiwillig von den Bürgern abgegeben wurde, und wies diejenigen als „paranoid“ ab, die sich vor ähnlichen Maßnahmen bei Bitcoin fürchten.

Reaktionen der Krypto-Community
Saylors Aussagen lösten eine Welle von Reaktionen in der Bitcoin-Community aus. Viele fühlten sich durch seine Kritik an der Selbstverwahrung angegriffen, da diese für viele Bitcoin-Besitzer ein essenzieller Bestandteil ihrer Freiheit und Unabhängigkeit ist.
Die Idee, dass die Verwahrung bei institutionellen Akteuren wie Hedgefonds sicherer sei, stößt bei vielen Bitcoinern, die Wert auf Dezentralisierung und Eigenverantwortung legen, auf Widerstand. Die Kontroverse verdeutlicht einmal mehr die unterschiedlichen Sichtweisen innerhalb der Krypto-Community, wenn es um die Frage der sicheren Verwahrung von Bitcoin geht.





