Die Mining-Pool Hashrate eines Anbieters mit zuletzt 2,3 Prozent Netzanteil brach um 65 Prozent ein, der Pool schließt nach Angaben von CoinDesk.
Mining-Pool stellt Betrieb nach Hashrate-Einbruch ein
Ein Bitcoin-Mining-Pool hat nach Angaben von CoinDesk vom 15. Oktober 2026 den Betrieb eingestellt. Die Mining-Pool Hashrate des Anbieters war zuvor um 65 Prozent gefallen. In der Spitze verarbeitete der Pool rund 2,3 Prozent der gesamten Rechenleistung im Netzwerk.
Ein Mining-Pool bündelt die Rechenleistung vieler Miner und verteilt die Blockbelohnung anteilig. Einzelne Miner schließen sich an, weil sie so regelmäßigere Auszahlungen erhalten als beim Alleingang. Der Betreiber koordiniert dabei die Blockvorlagen, an denen die Miner arbeiten.
Die Meldung stützt sich bislang auf einen einzelnen Bericht, eine zweite Bestätigung liegt uns nicht vor. Die Gründe der Schließung sind nicht gesichert.
Hashrate-Rückgang um 65 Prozent trifft Pool mit 2,3 Prozent Netzanteil
Ein Rückgang der Mining-Pool Hashrate um 65 Prozent bedeutet, dass nur gut ein Drittel der früheren Leistung beim Anbieter verblieb. Miner verlassen einen Pool in der Regel, wenn Auszahlungen ausbleiben, Gebühren steigen oder das Vertrauen schwindet. Welcher dieser Gründe hier zutraf, nennt die Quelle nach unserem Stand nicht.
Die Rechenleistung verschwindet dabei nicht zwingend aus dem Netzwerk. Das Verfahren, mit dem Blöcke per Proof of Work gefunden werden, beschreibt das Whitepaper: Wer Rechenleistung einsetzt, kann an jedem Pool mitarbeiten oder allein minen. Wechseln die Miner zu anderen Pools, bleibt die gesamte Hashrate des Netzwerks weitgehend unverändert.
Ein Anteil von 2,3 Prozent liegt weit unter den Größten der Branche. Nach gängigen Pool-Statistiken vereinen die führenden Anbieter jeweils zweistellige Prozentanteile. Der Ausfall trifft damit vor allem die angeschlossenen Miner, nicht das Protokoll.
Mining-Konzentration im Bitcoin-Netzwerk: Was der Rückzug zeigt
Die Schließung verschiebt Rechenleistung zu den verbleibenden Anbietern. Jeder Pool, der ausscheidet, erhöht tendenziell den Anteil der größeren, sofern die Miner dorthin wechseln. Ob das hier geschieht, ist offen und lässt sich erst an den Pool-Statistiken der kommenden Wochen ablesen.
Wichtig ist die Unterscheidung: Ein Pool kontrolliert die Blockvorlagen, nicht das Eigentum der Miner an ihrer Hardware. Miner können ihre Rechenleistung jederzeit umlenken, was die Macht der Pool-Betreiber begrenzt. Das Risiko der Bitcoin Mining Konzentration liegt daher weniger im Wegfall eines kleinen Anbieters als in wenigen sehr großen.
Der Rückzug eines Pools mit 2,3 Prozent Netzanteil gefährdet das Netzwerk nicht, weil die Rechenleistung der Miner weiter zur Verfügung steht. Offen bleiben die Ursache des Einbruchs und die Frage, zu welchen Anbietern die Miner wechseln.
Das fixe Angebot von 21 Mio. Bitcoin bleibt davon unberührt, denn die Ausgabe folgt dem Protokoll und nicht dem einzelnen Pool.
Wir berichteten über die Verteilung der Hashrate im Bitcoin-Netzwerk.





