Der Morgan Stanley Bitcoin ETF hat seinen ersten Handelsmonat abgeschlossen, ohne an einem einzigen Tag Nettoabflüsse zu verzeichnen. Der Fonds startete am 8. April und sammelte bis zum 7. Mai rund 193 Mio. US-Dollar an Zuflüssen ein. Damit hebt er sich von allen anderen US-Spot-Bitcoin-ETFs im selben Zeitraum ab.

193 Millionen Dollar machen MSBT zum stärksten ETF-Start in Morgan Stanleys Geschichte

Der MSBT begann den Handel mit 30,6 Mio. US-Dollar Zuflüssen am ersten Tag. Amy Oldenburg, Head of Digital Asset Strategy bei Morgan Stanley, bezeichnete den Start als stärkstes ETF-Debüt in der Geschichte der Bank. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas ordnete den Auftakt in das oberste eine Prozent aller ETF-Launches ein.

Über die folgenden 30 Handelstage verzeichnete der Fonds 17 Tage mit positiven Zuflüssen, fünf Tage ohne Bewegung und keinen einzigen Tag mit Nettoabflüssen. Das Vermögen wuchs auf rund 239,6 Mio. US-Dollar. Aktuell hält der Morgan Stanley Bitcoin Trust etwa 2.620 BTC und liegt damit auf Platz 32 unter allen Bitcoin-haltenden Fonds und Börsen.

Die offizielle Produktseite findet sich bei Morgan Stanley. Mit einer jährlichen Gebühr von 0,14 Prozent unterbietet MSBT alle anderen US-Spot-Bitcoin-ETFs am Markt.

Bitcoin ETF Zuflüsse von 5,7 Millionen gegen 97,6 Millionen Abfluss bei FBTC

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Am 7. Mai verloren die übrigen Spot-Bitcoin-ETFs zusammen 277,5 Mio. US-Dollar, am Folgetag weitere 145,7 Mio. US-Dollar. Allein der FBTC von Fidelity verzeichnete an einem Tag 97,6 Mio. US-Dollar an Abflüssen, der IBIT von BlackRock 27,2 Mio. US-Dollar und der ARKB von Ark Invest 26,6 Mio. US-Dollar. Im gleichen Zeitfenster nahm der Morgan Stanley Bitcoin ETF 5,7 Mio. US-Dollar an frischen Bitcoin ETF Zuflüssen auf.

Die Gebührenstruktur erklärt einen Teil des Effekts. IBIT und FBTC verlangen 0,25 Prozent pro Jahr, ARKB 0,21 Prozent, BITB 0,20 Prozent. Bei einer Allokation von einer Mrd. US-Dollar entspricht der Unterschied zwischen MSBT und IBIT rund 1,1 Mio. US-Dollar pro Jahr.

Der Fonds handelt zudem mit einem Aufschlag von 0,24 Prozent zum Nettoinventarwert, IBIT bei 0,18 Prozent, FBTC bei 0,13 Prozent. Das signalisiert eine Nachfrage, die das Angebot neu geschaffener Anteile übersteigt.

Erster Monat ohne Abflüsse setzt Maßstab für künftige Banken-Debüts

Die rund 16.000 Finanzberater von Morgan Stanley, die zusammen 9,3 Bio. US-Dollar verwalten, sind bislang nicht freigegeben, den Morgan Stanley Bitcoin ETF aktiv zu empfehlen. Nach Angaben der Bank stammt der Großteil der ersten Zuflüsse von eigenständig handelnden Kunden. Das interne Vertriebsnetz ist also noch nicht aktiviert.

Strukturell zeigt die Bilanz, dass Markenvertrauen und niedrige Gebühren bei einem Asset wie Bitcoin direkt in Kapitalbindung übersetzt werden. Damit verschiebt sich das Anreizsystem: Ein klassischer Bankvertrieb fängt Nachfrage nach digitaler Knappheit ein und leitet sie in das eigene Provisionsmodell. Wer ein Asset mit fixer Obergrenze von 21 Mio. Einheiten kaufen will, kann das über Kanäle tun, die Anleger seit Jahrzehnten nutzen.

Die Trennlinie zwischen klassischer Geldordnung und einem Asset mit programmatisch begrenzter Ausgabe verläuft nicht mehr außerhalb des Bankensystems, sondern durch dessen Produktregale. Genau diese Verlagerung baut den ETF-Markt von einem Experiment zur Standardallokation um.

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