Morgan Stanley Bitcoin-Trust hat seit seinem Launch am 8. April 2026 rund 1.348 BTC im Wert von über 100 Mio. US-Dollar aufgebaut. MSBT ist der erste Spot-Bitcoin-ETF, der direkt von einer großen US-Bank emittiert wird. Blockchain-Analysten haben die zugehörigen Wallets bereits on-chain identifiziert und öffentlich markiert.
Arkham macht Morgan Stanley Bitcoin-Bestand erstmals öffentlich einsehbar
Die Analyseplattform Arkham hat drei On-Chain-Adressen des Morgan Stanley Bitcoin Trust identifiziert und als Entität der Bank markiert. Das dokumentiert Arkham in einer eigenen Research-Veröffentlichung. Damit ist jeder Zu- und Abfluss der Bank-Wallet in nahezu Echtzeit verfolgbar.
Die drei Adressen tragen die öffentlichen Präfixe bc1qa, bc1qe und bc1qn. Innerhalb von 23 Stunden vor der Veröffentlichung landeten 177 BTC im Wert von 13,75 Mio. US-Dollar auf diesen Adressen.
Ein weiterer Zufluss von 209 BTC wurde drei Tage zuvor registriert. Weil Spot-Bitcoin-ETFs im T+1-Modus abrechnen, erscheinen Transaktionen mit einem Handelstag Verzögerung auf der Blockchain.
Erste US-Großbank mit Spot-ETF und gleichzeitig transparenter On-Chain-Wallet
MSBT ging am 8. April 2026 an der NYSE Arca an den Start und ist der erste Spot-Bitcoin-ETF, der direkt von einer großen US-Bank emittiert wird. Die jährliche Verwaltungsgebühr von 0,14 Prozent unterbietet den BlackRock-Fonds IBIT, der 0,25 Prozent verlangt.
Damit positioniert sich Morgan Stanley bei Bitcoin als günstigstes Bank-Spot-Produkt am Markt. Am ersten Handelstag erreichte MSBT rund 34 Mio. US-Dollar Volumen und landete laut Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas unter den besten ein Prozent aller ETF-Starts des Vorjahres.
Nach fünf Handelstagen summierte sich das Nettovermögen auf rund 87 Mio. US-Dollar. Morgan Stanley verwaltet über 16.000 Finanzberater rund 9,3 Bio. US-Dollar Kundenvermögen. Eine Ein-Prozent-Allokation über diese Vertriebsbasis entspräche einem Volumen von etwa 93 Mrd. US-Dollar.
Arkham identifiziert Morgan Stanley Bitcoin-Wallet trotz Custody durch Coinbase und BNY Mellon
Coinbase und BNY Mellon verwahren die Bitcoin des Fonds als zentrale Drittverwahrer. Während Morgan Stanley auf der eigenen Website bereits 1.820 BTC ausweist, erfasst Arkham nur 1.348 BTC. Die Differenz deutet darauf hin, dass nicht alle Wallets öffentlich gelabelt sind. Wall Street Bitcoin folgt in diesem Modell einer klaren Anreizlogik: Banken verdienen an Gebühren, Kunden bekommen Exposure ohne technische Einstiegshürde.
Das ist Adoption der Infrastruktur, aber kein Besitz der Knappheit. Wer einen ETF-Anteil hält, besitzt kein Bitcoin, sondern einen Anspruch gegenüber einem Fonds, dessen Verwahrer zwei zentrale Institutionen sind. Gleichzeitig zeigt der Fall Morgan Stanley etwas Strukturelles: Das Bitcoin-Protokoll erzwingt Offenheit, die klassische Banken nicht gewohnt sind.
Jeder Kauf ist vor dem Quartalsbericht sichtbar, jede Bewegung nachvollziehbar. Genau diese Transparenz lässt sich nicht abschalten und markiert den Unterschied zwischen einem offenen Geldnetzwerk und einem kontoführenden Finanzsystem, in dem Verwahrer entscheiden, wer was sieht.
Wir berichteten über die Arkham-Identifikation der SpaceX-Bitcoin-Bestände.





