Der Samsung Wallet Stablecoin-Support wurde am 22. Juli 2026 auf der Galaxy-Unpacked-Veranstaltung angekündigt, mit einer USDC-Testoberfläche als erstem Hinweis auf die Umsetzung. Einen Starttermin oder Emittenten-Partner nannte Samsung bislang nicht.

Samsung Wallet integriert Stablecoin-Zahlungen

Samsung hat den Samsung Wallet Stablecoin-Support am 22. Juli 2026 auf der Galaxy-Unpacked-Veranstaltung angekündigt. Der Konzern zeigte eine Testoberfläche mit dem Dollar-Stablecoin USDC, nannte aber weder Starttermin noch Emittenten-Partner. Damit will Samsung digitale Dollar direkt in eine bereits installierte App auf Hunderten Millionen Galaxy-Geräten bringen.

Der Samsung Wallet Stablecoin-Support soll die App von einer reinen Zahlungs- und Bonuskarten-Anwendung zu einem Hub für digitale Vermögenswerte erweitern. Neben Bordkarten, Ausweisen und Zugangsschlüsseln sollen künftig auch Stablecoins verwaltet werden können. Samsung Knox soll die neuen Finanzfunktionen laut Unternehmensangaben mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung absichern.

Stablecoins in der mobilen Zahlungspraxis

Der Samsung Wallet Stablecoin-Support baut auf einer bestehenden Partnerschaft auf: Seit Oktober 2025 können Galaxy-Nutzer in den USA über die Wallet direkt auf Coinbase-Dienste zugreifen, was mehr als 75 Mio. Geräte-Besitzern einen Einstieg in Kryptowährungen ermöglichte. Zuvor hatte Samsung die App bereits schrittweise zu einer zentralen Plattform für Zahlungen, Bonusprogramme und digitale Nachweise ausgebaut. Samsung positioniert sich damit früh im Wettlauf um digitale Zahlungen auf dem Smartphone und würde zu einem der ersten großen Hersteller, der Dollar-Stablecoins nativ in eine vorinstallierte Wallet integriert.

USDC war bei der Demonstration der gezeigte Kandidat, vollständig durch liquide Dollar-Reserven gedeckt und nach Angaben des Emittenten auf 35 Blockchains verfügbar. Welche weiteren Stablecoins folgen und über welchen Partner die Abwicklung läuft, ließ Samsung offen.

Warum Stablecoins für Zahlungsplattformen notwendig sind

Dass ausgerechnet ein Smartphone-Konzern digitale Dollar statt lokaler Bankkonten in den Vordergrund rückt, zeigt eine Verschiebung im Zahlungsverkehr: Nutzer wählen zunehmend selbst, in welcher Werteinheit sie ihr Guthaben halten. Für Kunden in Ländern mit schwacher Währung oder Kapitalverkehrskontrollen ist ein dollarbasierter Stablecoin auf dem eigenen Smartphone eine greifbare Alternative.

Der Vorstoß zeigt, dass Zahlungsplattformen digitale Dollar nicht mehr als Nischenprodukt, sondern als Basisinfrastruktur behandeln. Samsung folgt damit einem Muster, das zuvor bereits Visa und Mastercard mit eigenen Stablecoin-Programmen vorgegeben haben.

Anders als Bitcoin bleibt die im Umlauf befindliche Menge an Dollar-Stablecoins an die Geldpolitik der US-Notenbank gekoppelt und beliebig ausweitbar. Offen bleibt, welchen Emittenten Samsung wählt und wann der Support tatsächlich auf die Geräte kommt.

Wir berichteten über die parallele Entwicklung bei Visa, das Stablecoin-Zahlungen in mehr als 100 Ländern zum Standard machen will.

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