Die Blockchain Association unterstützt die Supreme Court Petition Bankenzugang von Custodia Bank gegen die Federal Reserve mit einem Amicus-Brief vom 12. August 2026. Der Fall entscheidet, ob Fed-Banken bei der Vergabe von Master Accounts einen Ermessensspielraum haben.

Custodia reicht Supreme Court Petition ein

Die Blockchain Association hat am Mittwoch, 12. August 2026, einen Amicus-Brief eingereicht und stützt damit die Supreme Court Petition Bankenzugang der Wyoming-Bank Custodia gegen die Federal Reserve. Custodia beantragte bereits 2020 ein Master Account bei der Notenbank, das direkten Zugriff auf das Zahlungssystem der Fed ermöglicht. Die Kansas City Fed lehnte den Antrag 2022 ab, ein Bundesgericht und ein Berufungsgericht bestätigten die Entscheidung.

Custodia reichte im Sommer 2026 eine Petition für ein Writ of Certiorari beim US Supreme Court ein. Im Kern geht es um die Frage, ob regionale Fed-Banken laut Monetary Control Act überhaupt einen Ermessensspielraum haben, förderfähigen Banken den Zugang zu verweigern. Die Kansas City Fed muss laut Gerichtsunterlagen bis zum 11. September 2026 auf die Petition antworten.

Blockchain Association unterstützt Bankenzugang-Forderung

Die Blockchain Association fordert im Rahmen der Supreme Court Petition Bankenzugang, dass der Supreme Court klärt, ob Fed-Banken Anträge staatlich lizenzierter Institute ablehnen dürfen, selbst wenn diese alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Der Branchenverband warnt, ohne höchstrichterliche Klärung könne die Notenbank ganze Branchen vom Zahlungssystem ausschließen. Custodia argumentierte bereits in den Vorinstanzen, der Monetary Control Act von 1980 verpflichte die Fed zur Diensterbringung an alle förderfähigen Institute. Die Blockchain Association legt ihre Argumentation im eingereichten Amicus-Brief offen.

Der Verband verweist auf die Signalwirkung für andere Digital-Asset-Unternehmen und reiht den Fall in eine wachsende Federal Reserve Regulierung von Bankenzugang ein.

Fed-Blockade bei digitalem Master Account

Ein Master Account bei der Fed erlaubt Banken den direkten Zugriff auf das Zahlungssystem der Notenbank, ohne über eine vermittelnde Geschäftsbank abzurechnen. Ohne dieses Konto bleibt Custodia auf Korrespondenzbanken angewiesen, was zusätzliche Gegenparteien und Kosten in die Verwahrung von Kundengeldern einführt.

Der Fall zeigt, wie stark der Zugang zum Zahlungssystem von der Ermessensentscheidung einzelner Notenbank-Filialen abhängt, nicht von objektiven gesetzlichen Kriterien. Jede zusätzliche Zwischenbank erhöht das Gegenparteirisiko für die verwahrten Kundengelder.

Bis zum 11. September 2026 muss die Kansas City Fed antworten, danach entscheidet der Supreme Court über eine Annahme des Falls. Bestätigt das Gericht den Ermessensspielraum der Fed, bleibt die Supreme Court Petition Bankenzugang für Digital-Asset-Unternehmen eine politische statt eine rechtliche Frage.

Wir berichteten über das Ende der regulatorischen Willkür der Fed gegenüber Krypto-Firmen in der Bankenaufsicht.

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