US-PPI-Inflation steigt auf 3 % und überrascht die Märkte. Bitcoin fällt unter 83.000 Dollar – warum Zinssenkungen der Fed weiter auf sich warten lassen.
In Kürze
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PPI-Daten fallen deutlich höher aus als erwartet
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Bitcoin reagiert mit Kursverlusten nach Inflationsschock
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Fed bleibt vorsichtig – Zinssenkungen weiter in der Warteschleife
PPI-Daten fallen deutlich höher aus als erwartet
Die US-Erzeugerpreisindex-Inflation (PPI) ist im Dezember auf 3 % im Jahresvergleich gestiegen und lag damit klar über den Erwartungen von 2,7 %. Auch auf Monatsbasis fiel der Wert mit 0,5 % deutlich höher aus als prognostiziert. Noch deutlicher zeigte sich die Entwicklung bei der Kerninflation. Der Core PPI stieg auf 3,3 % YoY sowie 0,7 % MoM, ebenfalls weit über den Schätzungen. Die Daten signalisieren, dass der Inflationsdruck in den USA weiterhin anhält – ein negatives Signal für risikoreiche Assets wie Bitcoin.
Bitcoin reagiert mit Kursverlusten nach Inflationsschock
Unmittelbar nach Veröffentlichung der PPI-Zahlen geriet Bitcoin unter Druck und fiel auf rund 82.000 US-Dollar, nachdem die Kryptowährung zuvor kurzzeitig die Marke von 83.000 Dollar getestet hatte. Im Tagesverlauf verlor BTC über 2 % und rutschte zeitweise sogar auf 81.000 Dollar, was ein neues Jahrestief markierte. Der Kursrückgang macht deutlich, wie sensibel der Markt aktuell auf makroökonomische Daten reagiert – insbesondere auf Hinweise, die mögliche Zinssenkungen weiter nach hinten verschieben könnten.

Fed bleibt vorsichtig – Zinssenkungen weiter in der Warteschleife
Die heißen Inflationsdaten kommen nur wenige Tage nach der jüngsten Fed-Sitzung, bei der die US-Notenbank die Zinsen unverändert ließ. Fed-Chef Jerome Powell betonte erneut, dass die Inflation weiterhin oberhalb des 2-Prozent-Ziels liegt und genau beobachtet werden müsse. Zusätzlich verwies er auf mögliche inflationäre Effekte durch geplante Zölle, deren Höhepunkt er erst Mitte 2026 erwartet. Nach drei Zinssenkungen im vergangenen Jahr signalisierte das FOMC zuletzt klar Zurückhaltung. Der robuste Arbeitsmarkt verschafft der Fed Spielraum für eine abwartende Haltung – und die aktuellen PPI-Daten stärken das Szenario, dass Zinssenkungen vorerst weiter aufgeschoben werden.





