Heute schauen wir uns den Fall von Voyager genauer an. Der nächste Big-Player, die Krypto-Bank Voyager Digital, beantragt nun nach dem Chapter 11 ein Insolvenzverfahren bei dem zuständigen New Yorker Gericht.
In Kürze
- Der nächste Riese fällt
- Das Konkursverfahren
- Das große Zittern im Kryptomarkt geht weiter
Der nächste Riese fällt
Die Kontoinhaber der nun inzwischen bankrotten Voyager Digital Ltd. sollten bzw. können nicht erwarten, dass sie im Zuge der Reorganisation des Unternehmens alle ihre Kryptowährungen komplett zurückerhalten werden.
Nun ist es bestätigt: Der Krypto-Broker und -Kreditgeber beantragte am heutigen Dienstagnachmittag Insolvenz nach Chapter 11 und warf damit erneut ungelöste sowie unbequeme rechtliche Fragen darüber auf, wie digitale Vermögenswerte mit dem US-Insolvenzrecht interagieren werden. Eine Sache scheint sicher: Voyager beabsichtigt wohl nicht, den Nutzern ihre Bitcoins, Ether und andere auf der Plattform gespeicherten Vermögenswerte einfach so wieder zurückzugeben.
Voyager beabsichtigt, die Nutzer mit einer Mischung aus den von ihnen eingezahlten Kryptowährungen, Aktien des umstrukturierten Unternehmens, Voyager-Tokens und Geld, das vom bankrotten Hedgefonds Three Arrows Capital zurückerhalten wurde, zu entschädigen, wie es aus Gerichtsunterlagen einsehbar ist. Three Arrows hat gegenüber Voyager Schulden von mehr als 650 Millionen Dollar.
Allerdings: Kunden mit US-Dollar-Einlagen auf ihren Konten werden wohl in der Lage sein, dieses Geld zurückzufordern, „nachdem ein Abstimmungs- und Betrugspräventionsprozess“ mit der Metropolitan Commercial Bank abgeschlossen ist, so eine vorhergehende Erklärung seitens Voyager.
Das Konkursverfahren
Das Konkursverfahren läuft unter der Nummer Voyager Digital Holdings Inc. 22-10943, U.S. Bankruptcy Court for the Southern District of New York.
Hierzu ist zu erwähnen, dass Voyager die Vermögenswerte der Nutzer nicht in speziellen Wallets für jeden Kunden aufbewahrt. Stattdessen mischt es die eingezahlten Kryptowährungen in sogenannte anlagespezifische Töpfe, wie z. B. für Bitcoin und Ether, wie es aus den Gerichtsunterlagen hervorgeht. Das Unternehmen hat etwa insgesamt 1,3 Milliarden Dollar an Krypto-Vermögenswerten auf seiner Plattform, so heißt es in einer Erklärung.
Das große Zittern im Kryptomarkt geht weiter
Die Krypto-Bank Voyager Digital ist nicht das erste Unternehmen im Krypto-Space, welchem kein anderer Ausweg außer der Insolvenz möglich erscheint.
Die Anmeldung der Insolvenz ist somit folgerichtig. Mit Celsius Protocol, dem Krypto-Hedgefonds Three Arrows Capital oder dem Terra-Netzwerk befindet man sich nun in guter Gesellschaft.
Manche befürchten sogar, dass es sich hier erst um den Anfang einer Marktkonsolidierung handeln könnte, die im Krypto-Winter eventuell unweigerlich bevorstehen dürfte.
Nun scheint es wichtiger denn je für Anleger, die besten Kryptowährungen in diesem Space mit einem wirklich nur realem Usecase zu erwerben, die sich nach diesem Bärenmarkt wieder überdurchschnittlich erholen könnten.
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