Der US-Markt für XRP-ETFs wächst weiter, obwohl Bitcoin- und Ethereum-Fonds seit Wochen mit Abflüssen kämpfen. Fünf Produkte halten zusammen über 1 Mrd. US-Dollar an verwaltetem Vermögen, die kumulativen Nettozuflüsse liegen bei 1,26 Mrd. US-Dollar.
In Kürze
- Bitwise überholt Canary Capital mit 289 Mio. US-Dollar und wird größter XRP-ETF der USA
- Bitcoin-ETFs mit 9 Abflusstagen im Februar, XRP-ETFs nur mit 3
- Seit dem Start im November 2025 gab es keinen einzigen Monat mit Netto-Abflüssen
Bitwise überholt Canary Capital mit 289 Mio. US-Dollar und wird größter XRP-ETF der USA
Der Bitwise XRP ETF hat sich Anfang März an die Spitze gesetzt. Mit rund 289 Mio. US-Dollar verwaltetem Vermögen überholt er Canary Capital, das bei etwa 286 Mio. liegt. Den Ausschlag gaben rund 10 Mio. US-Dollar an Wochenzuflüssen, die Bitwise-CEO Hunter Horsley auf X bestätigte.
Dabei hatte Canary Capital als erster Anbieter im November 2025 den Markt eröffnet und monatelang geführt. Dass Bitwise in weniger als vier Monaten nach Launch die Führung übernehmen konnte, zeigt, wie eng das Rennen ist.
Bitwise bestätigte den Meilenstein offiziell auf der Unternehmensseite.

Auf den weiteren Plätzen folgen Franklin Templeton mit rund 230 Mio., 21Shares mit 167 Mio. und Grayscale mit 72 Mio. US-Dollar.
Bitcoin-ETFs mit 9 Abflusstagen im Februar, XRP-ETFs nur mit 3
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Laut SoSoValue verzeichneten Bitcoin-ETFs im Februar neun Handelstage mit Nettoabflüssen, Ethereum-ETFs erging es ähnlich. XRP-ETFs dagegen hatten im selben Zeitraum nur drei negative Tage. In einer Woche, in der Bitcoin- und Ethereum-Produkte zusammen 250 Mio. US-Dollar verloren, zog XRP noch 3,5 Mio. US-Dollar an frischem Kapital an.
Canary-Capital-CEO Steven McClurg bestätigte, dass XRP inzwischen rund 50 % aller Zuflüsse in Altcoin-ETFs erfasst. Solana und Hedera teilen sich die übrigen 50 %. Das ist bemerkenswert, denn es zeigt eine messbare Kapitalrotation weg von den großen Krypto-Assets hin zu Altcoins mit wahrgenommenem Nutzwert.
Seit dem Start im November 2025 gab es keinen einzigen Monat mit Netto-Abflüssen
Was die XRP-ETFs besonders auszeichnet, ist ihre Konstanz. Seit dem Handelsstart im November 2025 gab es keinen einzigen Monat, in dem die Produkte unter dem Strich Kapital verloren haben. Allein in den ersten drei Märztagen flossen weitere 18,68 Mio. US-Dollar zu.
Parallel dazu erweitert Ripple seine Plattform um Krypto-Futures von Coinbase, was institutionellen Anlegern den Zugang zu regulierten Derivaten eröffnet. Dazu kommt die Übernahme von Hidden Road für 1,25 Mrd. US-Dollar, mit der Ripple sein institutionelles Ökosystem ausbaut.
Aus Bitcoin-Perspektive bleibt die Frage, ob die Kapitalrotation in Altcoin-ETFs ein kurzfristiges Phänomen ist oder ob sie strukturelle Schwäche bei BTC-Produkten offenlegt. Denn während XRP-ETFs frisches Geld anziehen, kämpfen die Bitcoin-Spot-ETFs mit dem größten Abflusszyklus seit ihrem Start im Januar 2024.
Für Anleger, die Bitcoin als härtestes Geld mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten verstehen, ändert das an der langfristigen These nichts. Kurzfristig zeigt es aber, dass institutionelles Kapital dort hingeht, wo es Momentum sieht und das liegt gerade nicht bei Bitcoin.
Wir berichteten bereits im Januar über die ersten großen ETF-Abflüsse bei XRP und die Rolle geopolitischer Spannungen für den Kryptomarkt.





