In seiner Rede auf dem Capitol Hill hat er erneut betont, dass der FOMC lieber abwartet, statt sich mit Zinssenkungen zu beeilen.

In Kürze

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  • Powell warnt vor Inflation durch Zölle

  • Keine voreiligen Zinssenkungen

  • US-Wirtschaft befindet sich in einer guten Position

Powell warnt vor Inflation durch Zölle

Der Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, hat heute vor dem Kongress ausgesagt. Dabei bekräftigte er die abwartende Haltung des Ausschusses in Bezug auf Zinssenkungen. Powell wies dabei auch auf die von Trump verhängten Zölle hin und warnte, dass diese die Wirtschaft dem Risiko einer steigenden Inflation aussetze.

Keine voreiligen Zinssenkungen

Die geplante Aussage des Fed-Vorsitzenden vor dem Kongress zeigt, dass er weiterhin abwarten will, wie sich der Inflationsdruck, beispielsweise durch die Trump-Zölle, entwickelt, bevor er eine Zinssenkung vornimmt. In der vorbereiteten Rede erklärte Jerome Powell, dass sich die politischen Veränderungen weiterentwickeln und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft ungewiss bleiben.

Der Fed-Vorsitzende merkte außerdem an, dass die Auswirkungen der Trump-Zölle unter anderem von ihrer endgültigen Höhe abhängen werden. Die Erwartungen hinsichtlich dieser Höhe und der damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen erreichten im April einen Höhepunkt und sind seitdem zurückgegangen. Dennoch werden die Zollerhöhungen in diesem Jahr wahrscheinlich die Preise in die Höhe treiben und die Wirtschaftstätigkeit beeinträchtigen.

Fed-Gouverneur Christopher Waller hatte erklärt, dass eine Zinssenkung der Fed bereits im Juli erfolgen könnte. Die Aussage von Powell zeigt jedoch, dass dies unwahrscheinlich ist, auch wenn die Händler weiterhin zwei Zinssenkungen in der zweiten Hälfte dieses Jahres einpreisen.

Powell erklärte, die FED werde auch weiterhin den angemessenen geldpolitischen Kurs auf der Grundlage der eingehenden Daten, der sich entwickelnden Aussichten und des Gleichgewichts der Risiken bestimmen. In seiner Rede wies er außerdem darauf hin, dass die Auswirkungen der Trump-Zölle ungewiss sind, weshalb man abwarten müsse, was passiert.

Zinssenkungen

US-Wirtschaft befindet sich in einer guten Position

In seiner Rede erklärte Jerome Powell, dass die eingehenden Daten darauf hindeuten, dass die Wirtschaft weiterhin solide ist. Der Ausschuss könne daher bei Zinssenkungen abwartend agieren. Der Fed-Vorsitzende spielte auf den Arbeitsmarkt an, dessen Bedingungen nach seinen Worten weiterhin solide sind.

Er wies darauf hin, dass die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze in den ersten fünf Monaten des Jahres durchschnittlich bei 124.000 pro Monat lag. Zudem betonte er, dass die Arbeitslosenquote mit 4,2 % im Mai nach wie vor niedrig ist und sich seit einem Jahr in einem engen Bereich bewegt. Dementsprechend ist die Fed bereit, die weitere Entwicklung abzuwarten, da sie keine Eile für eine quantitative Lockerung (QE) sieht.

US-Präsident Donald Trump hatte Powell und die Fed aufgefordert, die Zinssätze stark zu senken und anschließend langfristige Maßnahmen zu ergreifen. Der Fed-Vorsitzende hat jedoch angedeutet, dass der Ausschuss nicht auf diese Weise arbeitet.

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