Die Aktie von Strategy, dem Bitcoin-Treasury-Unternehmen von Michael Saylor, legte im frühen Handel um 1,22 Prozent zu und verschaffte den Investoren damit zumindest kurzfristig etwas Luft in einem zunehmend angespannten Marktumfeld.

In Kürze

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  • Die kritische Schwelle des mNAV

  • Michael Saylors Strategy: Marktbewertung unter Substanzwert

  • Große Krypto-Transaktionen ohne Preisschock

Die kritische Schwelle des mNAV

Fällt der sogenannte mNAV-Wert unter die Marke von 1, signalisiert dies rechnerisch, dass der Unternehmenswert unter dem Marktwert der gehaltenen Bitcoin liegt. In einem solchen Szenario verliert die Aktie für viele Anleger ihren Zweck, da sie keinen Mehrwert mehr gegenüber einem direkten Bitcoin-Investment bietet.

Der mNAV berechnet sich aus der Marktkapitalisierung zuzüglich der Verbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel, ins Verhältnis gesetzt zu den gesamten Bitcoin-Beständen. Sinkt dieser Kennwert unter 1, wird die Investmentthese für Strategy zunehmend schwerer zu rechtfertigen.

Michael Saylors Strategy: Marktbewertung unter Substanzwert

Bereits jetzt liegt die Börsenbewertung des Unternehmens deutlich unter dem Wert seiner Bitcoin-Reserven. Während die Marktkapitalisierung zuletzt bei rund 47 Milliarden US-Dollar lag, beläuft sich der Marktwert der gehaltenen Bitcoin auf knapp 60 Milliarden Dollar. Allein dieses Missverhältnis stellt ein erhebliches Risiko dar.

Sollte der mNAV zusätzlich unter die kritische Schwelle fallen, droht der Aktie weiterer Abgabedruck. Ungeachtet dessen äußert sich Saylor weiterhin optimistisch und verweist in sozialen Medien unter anderem auf ein hohes Open Interest, das inzwischen rund 87 Prozent der gesamten Unternehmensbewertung ausmacht.

Michael Saylors Strategy rutscht gefährlich nah an den Substanzwert heran

Große Krypto-Transaktionen ohne Preisschock

Die Blockchain-Analyseplattform LookOnChain bezifferte jüngste Bitcoin-Abflüsse auf einen Gegenwert von rund 101,4 Millionen US-Dollar, während Ether-Transaktionen etwa 22,1 Millionen Dollar ausmachten.

Solche Bewegungen – insbesondere im Zusammenhang mit großen Marktteilnehmern – sorgen üblicherweise zumindest kurzfristig für Verkaufsdruck. Dieses Mal jedoch blieb eine negative Preisreaktion aus, da die Käuferseite bei Bitcoin rasch wieder die Kontrolle übernahm und den Markt stabilisierte.

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