Die Bitcoin Netzwerk Nutzung ist laut On-Chain-Daten auf den niedrigsten Stand seit 2018 gefallen. Der Momentum-Index für aktive Adressen liegt bei minus 0,2. Doch die Zahl misst eine Welt, die es in dieser Form nicht mehr gibt. 2018 war Bitcoin ein Retail-Netzwerk. 2026 ist es institutionelle Infrastruktur.

Bitcoin Netzwerk Nutzung fällt auf niedrigsten Stand seit 2018

Die Zahl der aktiven Bitcoin-Adressen ist auf rund 655.000 gesunken. Das zeigt die Active-Addresses-Metrik von CryptoQuant. Der Momentum-Index, der die Veränderungsrate der Adressaktivität misst, liegt bei minus 0,2, dem tiefsten Wert seit acht Jahren.

Bitcoin Active Addresses

Quelle: CryptoQuant

In früheren Zyklen fielen solche Werte mit Bodenbildungsphasen zusammen: 2018, 2019, 2020 und 2022. Der Rückgang der Bitcoin On-Chain Aktivität wird von Analysten als Phase niedriger Volatilität und schwacher spekulativer Beteiligung eingeordnet.

Kurzfristige Halter haben den Markt weitgehend verlassen. Das Netzwerk wird aktuell von Langzeithaltern dominiert, die akkumulieren statt handeln.

30 Prozent weniger aktive Adressen seit August 2025

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Im August 2025 lag die Zahl der aktiven Adressen noch bei 938.609. Seitdem ist sie um rund 30 % gefallen. Der Rückgang fällt in eine Phase, in der Bitcoin von seinem Allzeithoch bei 126.198 US-Dollar im Oktober 2025 auf aktuell rund 73.000 US-Dollar korrigiert hat.

Auf den ersten Blick wirkt das wie 2018: sinkende Adressen, fallender Preis, schwindende Beteiligung. Doch die Struktur dahinter ist eine völlig andere.

2018 gab es keine Spot-ETFs. Keine Treasury-Unternehmen. Kein Lightning Network in Produktion. Keine institutionellen Custodians, die Millionen von Nutzern über einzelne Adressen verwalten.

2018 bedeutete ein Adressrückgang tatsächlich weniger Nutzer. 2026 bedeutet er weniger Adressen pro Nutzer. Die Bitcoin Netzwerk Nutzung sinkt nicht, weil Menschen Bitcoin verlassen. Sie sinkt, weil die Infrastruktur Transaktionen bündelt, die früher einzeln sichtbar waren.

Bitcoin Netzwerk Nutzung sinkt, aber die Nutzer verschwinden nicht

Die Active-Address-Metrik erfasst ausschließlich On-Chain-Transaktionen. Alles, was über ETFs, Custodians, Lightning oder Batching läuft, bleibt unsichtbar. Ein Beispiel: Millionen ETF-Investoren halten Bitcoin über Coinbase Custody. In der Metrik erscheint das als eine einzige Adresse.

Strategy hält 766.000 BTC in Cold Storage und bewegt sie fast nie. Lightning-Transaktionen tauchen erst bei Kanalöffnung oder Kanalschließung auf, nicht bei jeder einzelnen Zahlung. Börsen fassen hunderte Auszahlungen in eine einzige Transaktion zusammen.

Die Metrik ist nicht falsch. Aber sie misst einen immer kleineren Ausschnitt des gesamten Bitcoin-Ökosystems. Wer den Rückgang der Active Addresses als Zeichen für ein leeres Netzwerk interpretiert, ignoriert den Strukturwandel der letzten acht Jahre.

Die Bitcoin On-Chain Aktivität sinkt, weil die Nutzung sich von der Hauptkette weg verlagert. Das ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist die logische Folge einer Infrastruktur, die genau dafür gebaut wurde: Transaktionen effizienter, gebündelter und skalierbarer abzuwickeln, ohne jede Bewegung einzeln auf der Blockchain sichtbar zu machen.

Wir berichteten über den Kontrast zwischen steigenden Preisen und stagnierender On-Chain-Aktivität.

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