Der Bitcoin Kurssturz drückte den Preis am 2. Juni unter 68.000 US-Dollar. Auslöser war Strategys erster Verkauf seit 2022, verstärkt durch die größten ETF-Abflüsse des Jahres.

Der Bitcoin Kurssturz hat den Preis am 2. Juni unter 68.000 US-Dollar gedrückt, rund 45 Prozent unter das Allzeithoch vom Oktober 2025. Auslöser war ein Verkauf des größten Unternehmenshalters, verstärkt durch anhaltende Mittelabflüsse. Wo der Boden liegt, beantworten Analysten höchst unterschiedlich.

Bitcoin Kurssturz: 32 BTC bewegen einen Bestand von 843.706

Strategy, früher MicroStrategy, verkaufte zwischen dem 26. und 31. Mai 32 BTC zu durchschnittlich 77.135 US-Dollar und nahm damit rund 2,5 Mio. US-Dollar ein. Es war der erste offengelegte Verkauf seit 2022.

Das Unternehmen legte den Vorgang am 1. Juni in einer Pflichtmitteilung bei der SEC offen. Gemessen am Bestand von 843.706 BTC entspricht der Verkauf 0,0038 Prozent. Der Erlös dient der Dividende auf die STRC-Vorzugsaktie, nicht einem Rückzug aus Bitcoin.

Saylor hatte einen solchen Schritt bereits im Quartalsbericht angedeutet. Trotzdem reagierte der Markt auf die Schlagzeile, nicht auf die Größe: Der symbolische Bruch mit dem Versprechen, niemals zu verkaufen, wog schwerer als die Zahl.

ETF-Abflüsse verstärken den Bitcoin Kurssturz

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Den Verkauf traf ein ohnehin schwaches Umfeld. Die US-amerikanischen Bitcoin-ETFs verzeichneten im Mai Nettoabflüsse von rund 2,4 Mrd. US-Dollar, den größten Monatswert des Jahres. Zeitweise flossen an zehn Handelstagen in Folge Mittel ab.

Als der Preis die Marke von 70.000 US-Dollar verlor, lösten gehebelte Positionen eine Liquidationswelle von über einer Milliarde US-Dollar aus, weit überwiegend auf der Long-Seite. Hinzu kamen makroökonomische Belastungen: eine straffe Geldpolitik der US-Notenbank, ein festerer US-Dollar und geopolitische Risiken rund um den Nahen Osten.

Der Bitcoin Kurssturz war damit weniger ein einzelnes Ereignis als das Zusammentreffen mehrerer Kräfte. Mehrere Analysten werten das hohe Handelsvolumen als Verteilung, nicht als Akkumulation.

Bodensuche nach dem Bitcoin Kurssturz: 35.000 bis 78.000

Bei der Frage nach dem Boden gehen die Einschätzungen weit auseinander:

  • Charttechnisch nennen mehrere Dienste 65.000 US-Dollar als nächste Unterstützung.
  • Eine Rückeroberung der Zone um 76.000 US-Dollar gilt als Voraussetzung für eine Erholung Richtung 78.000 US-Dollar.
  • Am unteren Rand stehen Projektionen von 38.000 oder sogar 35.000 US-Dollar, die ihre Urheber ausdrücklich als Extremfall kennzeichnen.

Diese Spanne zeigt vor allem eines: Ein Preisboden lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen, weil er von Stimmung, Hebel und Kapitalströmen abhängt. Entscheidender ist die strukturelle Ebene darunter.

Der Verkauf einer fremdfinanzierten Unternehmensbilanz folgt einer Dividendenpflicht in US-Dollar, also einer Verbindlichkeit in einer Währung mit beliebig ausweitbarem Angebot. Das Angebot von Bitcoin bleibt davon unberührt und bei 21 Mio. Einheiten begrenzt. Wer den Bitcoin Kurssturz allein in US-Dollar misst, misst die schwächere Seite der Gleichung.

Die robustere Frage ist nicht, wo der Boden in einer entwertbaren Währung liegt, sondern wer in dieser Phase Angebot abgibt und wer es dauerhaft in die Selbstverwahrung nimmt.

Mehr dazu: Saylor STRC Änderung: Strategy stellt Dividenden auf halbmonatlich um

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