Hyperscale Data hat über seine Tochter Ault Capital Group rund 49,25 Bitcoin am offenen Markt zugekauft. Der Gesamtbestand des Unternehmens steigt damit auf 780,48 BTC im Wert von etwa 46,9 Mio. US-Dollar.
Hyperscale Data (NYSE American: GPUS) hat zwischen dem 21. und 29. Juni 2026 rund 49,249 Bitcoin am offenen Markt zugekauft. Der Gesamtbestand des Unternehmens steigt damit auf 780,4838 BTC, verteilt auf die beiden Tochtergesellschaften Sentinum und Ault Capital Group. Der Kauf ist Teil einer kontinuierlichen Treasury-Strategie, die das Unternehmen seit Anfang 2026 verfolgt.
Wie ACG die 49 Bitcoin zwischen dem 21. und 29. Juni akkumulierte
Ault Capital Group, kurz ACG, kaufte die 49,249 BTC direkt am offenen Markt. Zum Bitcoin-Schlusskurs von 60.138 US-Dollar am 29. Juni entspricht das einem Wert von rund 2,9 Mio. US-Dollar für diesen einzelnen Zukauf.
Wichtig für die Einordnung: Diese 2,9 Mio. Dollar beziffern nur die jüngste Tranche, nicht den Gesamtbestand. Der kombinierte Bitcoin-Bestand beider Tochtergesellschaften lag zum 29. Juni bei einem Marktwert von etwa 46,9 Mio. US-Dollar.
Sentinum und ACG: Die zwei Treasury-Motoren des Unternehmens
Hyperscale Data verfolgt eine zweigleisige Strategie zur Bitcoin-Akkumulation. Sentinum betreibt das unternehmenseigene Mining-Rechenzentrum in Michigan und generiert Bitcoin direkt aus dem Betrieb. ACG ergänzt diesen Bestand durch gezielte Käufe am offenen Markt, wenn die Bedingungen dafür passend erscheinen.
Der Bestand ist damit über die vergangenen Monate stetig gewachsen: von rund 617 BTC im März 2026 auf nun 780 BTC Ende Juni. Das Unternehmen hat sich öffentlich das Ziel gesetzt, eine Bitcoin-Treasury im Wert von 100 Mio. US-Dollar aufzubauen, aktuell liegt es bei knapp der Hälfte dieses Ziels.
Gesamtbestand von 780 BTC erreicht Marktwert von 46,9 Mio. Dollar
Neben Bitcoin hält Hyperscale Data auch Cash, Restricted Cash und 10.000 Unzen .999-Silber. In Summe beliefen sich diese Bestände zum 29. Juni auf rund 106,7 Mio. US-Dollar, was laut Unternehmensangaben etwa 117 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung der GPUS-Aktie entspricht.
Executive Chairman Milton Ault III bezeichnete die Marktreaktion als von den Fakten entkoppelt. Historisch hat die Aktie allerdings uneinheitlich auf Treasury-Meldungen reagiert, teils auch mit deutlichen Kursverlusten trotz wachsender Bitcoin-Bestände, unter anderem wegen Verwässerungsrisiken durch laufende Aktienausgabeprogramme.
Der Fall zeigt ein wiederkehrendes Muster kleinerer börsennotierter Bitcoin-Halter: Der Markt bewertet nicht allein die Bitcoin-Bestände, sondern gewichtet operative Risiken und Kapitalstruktur mit ein. Ein Unternehmen kann Bitcoin akkumulieren und trotzdem an der Börse abgestraft werden, wenn Anleger dem übrigen Geschäftsmodell misstrauen.
Das ändert nichts an der grundsätzlichen Anreizlogik hinter solchen Käufen. Wer als Unternehmen Cashflow in ein Gut mit fixem Angebot statt in eine beliebig vermehrbare Währung umschichtet, verringert die eigene Abhängigkeit von künftiger Geldentwertung. Diese Überlegung bleibt unabhängig davon bestehen, ob der Aktienkurs kurzfristig mitzieht oder nicht.
Wir berichteten über die Anerkennung von Bitcoin-Treasury-Firmen als eigene Aktienkategorie durch die Investmentbank TD Cowen.





