Der Bitkub Hack Skandal weitet sich aus: Thailands Börsenaufsicht SEC hat Strafanzeige gegen die Kryptobörse und zwei frühere Direktoren gestellt. Der Vorwurf: Sie verschwiegen einen Diebstahl von 47 Mio. US-Dollar aus dem Jahr 2021.
Hacker stehlen 47 Millionen Dollar bei Bitkub
Der Bitkub Hack Skandal hat am 23. Juli 2026 eine neue Stufe erreicht: Thailands Börsenaufsicht SEC stellte Strafanzeige gegen die Kryptobörse Bitkub und zwei ehemalige Direktoren. Im Mai 2021 hatten Angreifer 16 verschiedene digitale Assets im Gesamtwert von 1,7 Mrd. Baht erbeutet, umgerechnet rund 47 Mio. US-Dollar.
Der Diebstahl blieb nach Angaben der SEC monatelang unentdeckt, weil Bitkub ihn in seinen Pflichtmeldungen nicht auswies. Die Börse zählt zu den größten Handelsplätzen Thailands und wickelt einen erheblichen Teil des heimischen Kryptohandels ab.
47 Millionen Dollar Hack 2021: Das Versäumnis der Börse
Der Bitkub Hack Skandal beruht laut SEC auf den täglichen Net-Capital-Berichten, die Bitkub zwischen Mai und Oktober 2021 einreichte: Sie wiesen keine wesentliche Veränderung der Vermögenswerte aus, obwohl der Bestand um die gestohlene Summe geschrumpft war. Damit soll die Börse gegen das Digital Asset Business Decree verstoßen haben, das thailändische Kryptobörsen zu wahrheitsgemäßen Meldungen verpflichtet.
Die früheren Direktoren Sakolkorn Sakavee und Thaweesap Rawan sollen laut Anklage falsche Einträge veranlasst haben, um Kunden und Aufsicht über den tatsächlichen Bestand der Kundengelder zu täuschen. Die Securities and Exchange Commission stützt die Vorwürfe auf eigene Prüfungen der Meldedaten aus dem fraglichen Zeitraum.
Bitkub bestätigt den Hack, bestreitet aber ein Fehlverhalten bei der Offenlegung. Man habe die Information bewusst zurückgehalten, um eine Vertrauenskrise unter den Kunden zu verhindern.
Diebstahl verborgen: Das Offenlegungsproblem bei Bitkub
Nach eigener Darstellung kauften die Mitgründer von Bitkub die gestohlenen Coins in gleicher Art und Menge aus privaten Mitteln zurück, sodass weder Kunden noch die Börse am Ende einen Verlust erlitten hätten. Ob diese nachträgliche Kompensation die verspätete Offenlegung rechtlich heilt, ist unter thailändischem Aufsichtsrecht bislang nicht entschieden. Der Fall geht nun an Polizei und Staatsanwaltschaft, die über eine Anklage vor Gericht entscheiden.
Der Bitkub Hack Skandal zeigt, was auf dem Spiel steht, wenn Kunden ihre Bestände einer Handelsplattform statt der eigenen Verwahrung überlassen. Wer nicht selbst über seine privaten Schlüssel verfügt, bleibt auf korrekte und rechtzeitige Meldungen des Verwahrers angewiesen.
Offen bleibt, ob aus dem Verfahren strafrechtliche Konsequenzen für die früheren Direktoren folgen. Die Zahl der 2021 gestohlenen Assets ändert daran nichts mehr.
Wir berichteten über den Mt. Gox Skandal, den bis heute größten Fall verschwundener Kundengelder bei einer Krypto-Börse.





