Die IOTA Dezentralisierung bekommt mit Protokollversion 34 einen technischen Schub: Seit dem 10. September 2026 läuft das Mainnet auf Node-Version v1.31.2 mit deutlich kleineren Datenlimits für Nodes. Validatoren mussten verpflichtend aktualisieren, sonst drohte der Ausschluss aus dem Komitee.
IOTA Dezentralisierung: Validator-Anforderungen sinken
Die IOTA Foundation hat am 10. September 2026 mit Node-Version v1.31.2 Protokollversion 34 im Mainnet aktiviert. Seit Epoche 494 läuft das Netzwerk verbindlich auf dem neuen Standard. Für die IOTA Dezentralisierung ist vor allem eine technische Änderung relevant. Die Datenobergrenzen für die Kommunikation zwischen Nodes wurden von zuvor 1 Gigabyte auf 1 Megabyte bei Anfragen und 128 Megabyte bei Antworten gesenkt. Zusätzlich verzichtet ein synchronisierender Node künftig darauf, bereits gespeicherte Checkpoint-Zusammenfassungen erneut herunterzuladen und zu verifizieren.
Diese Anpassungen richten sich in erster Linie an Validatoren, Betreiber von Netzwerkinfrastruktur und Entwickler. Normale IOTA-Halter müssen nach Angaben der Foundation nichts unternehmen. Ihre Bestände sind von dem Update nicht betroffen.
Validator Infrastruktur: Niedrigere Hürden für Node-Betreiber
Wer die Validator Infrastruktur des Netzwerks betreibt, musste die neue Version verpflichtend vor dem Stichtag einspielen. Die offiziellen Release Notes nennen als frühesten Aktivierungszeitpunkt den 10. September 2026, 07:42 UTC, den Beginn von Epoche 493. Ohne rechtzeitiges Update riskierten Betreiber den Ausschluss aus dem Validator-Komitee und den Verlust von Rewards, sowohl für sich selbst als auch für die eigenen Delegatoren.
Protokollversion 34 bringt daneben ein bislang inaktives Modul für Transaktions-Sperrregeln mit fester Objekt-ID, das erst durch eine spätere Governance-Entscheidung scharf geschaltet wird. Ebenso verzichten unveränderliche Transaktionseingaben künftig auf eigene Objekt-Sperren bei der Konfliktlösung nach dem Konsens. Die Move-basierte Sponsor-Kontoauthentifizierung ist im Mainnet ab Version 34 deaktiviert.
Protokollversion 34 als Dezentralisierungssprung
Kleinere Datenpakete und weniger redundante Downloads senken die Anforderungen an Bandbreite und Speicher für den Betrieb einer Node. Ob das tatsächlich mehr unabhängige Betreiber anzieht, lässt sich aus einem einzelnen Update nicht ableiten. Die IOTA Dezentralisierung bleibt damit vorerst eine technische Möglichkeit, kein gemessenes Ergebnis.
Der Ausschluss säumiger Validatoren aus dem Komitee zeigt, wie unmittelbar Protokoll-Upgrades in einem Netzwerk mit begrenzter Betreiberzahl über Teilnahme entscheiden. Genau an dieser Stelle setzt die IOTA Dezentralisierung an. Je niedriger die technischen Hürden für den Betrieb einer Node, desto schwerer lässt sich Kontrolle über das Netzwerk auf wenige Akteure konzentrieren.
Offen bleibt, wie viele Validatoren die neuen Limits tatsächlich nutzen, um eigene Infrastruktur aufzubauen. Bis zur nächsten Protokollversion bleiben die aktuellen Grenzwerte für Anfrage- und Antwortgrößen verbindlich.
Wir berichteten über den vorangegangenen Umbau des IOTA-Netzwerks mit Testnet und DevNet.




