Die Krypto-Besteuerung Lettland wird umgebaut: Das Parlament beschloss am 15. Oktober 2026 eine Reform mit einmaliger 10-%-Erklärung für Altbestände. Ab 2027 sollen Steuern zudem in Krypto zahlbar sein.
Lettland plant Krypto-Steuerzahlungen ab 2027
Das lettische Parlament hat am 15. Oktober 2026 die Krypto-Besteuerung Lettland in letzter Lesung neu geregelt, parallel plant die Regierung Steuerzahlungen in Kryptowährung ab 2027. Kern der Reform ist eine einmalige Erklärung, bei der Bürger Altbestände mit 10 % ihres Marktwerts zum 31. Dezember 2026 versteuern können.
Die Zahlung in Krypto ist bisher nur ein Vorhaben. Nach Angaben von CoinDesk hat das Finanzministerium grundsätzlich zugestimmt, die technische Anbindung an Zahlungsdienstleister fehlt aber noch. Regierungsberater Didzis Dejus nannte weder Anbieter noch zulässige Coins.
Ob der Zeitplan hält, hängt laut Bericht auch von der nächsten Regierung ab.
Parlament in Riga überarbeitet die Krypto-Besteuerung
Die Änderungen am Einkommensteuergesetz verabschiedete die Saeima als dringlich. Laut Mitteilung des Parlaments gilt für Krypto künftig das Prinzip des Investitionskontos, wie bei Aktien und Anleihen. Steuer fällt erst an, wenn die Auszahlungen die Einzahlungen übersteigen, nicht bei jedem einzelnen Tausch. Anbieter mit EU-Lizenz können dieses Konto künftig führen.
Die einmalige Erklärung umfasst Bestände bei in der EU lizenzierten Anbietern und in selbst verwahrten Wallets. Die Frist läuft vom 1. April bis 31. Mai 2027, gezahlt werden muss bis 23. Juli 2027. Wer erklärt, ist von Verzugszinsen, Bußgeldern und strafrechtlicher Verfolgung wegen früher nicht erklärter Gewinne befreit.
Für die Krypto-Besteuerung Lettland gilt der erklärte Wert zugleich als neuer Anschaffungswert. Ausgeschlossen sind Personen, gegen die bereits ein Steuerverfahren wegen Krypto-Einkünften läuft.
Lettlands Steuerreform im Vergleich zur EU-Linie
Auslöser ist der automatische Datenaustausch nach der EU-Richtlinie DAC8, der seit 2026 läuft. Börsen und Verwahrer melden Konten und Transaktionen an die Finanzbehörden, alte Bestände werden damit sichtbar. Deutschland setzt DAC8 über das Krypto-Steuertransparenzgesetz um, die Meldungen gehen an das Bundeszentralamt für Steuern. Die EU-weite Linie, oft als Krypto-Steuerreform EU diskutiert, setzt damit auf Transparenz, nicht auf einheitliche Steuersätze.
Lettland nutzt das Fenster, um Altfälle gegen eine pauschale Zahlung zu schließen. Der Staat erhält kurzfristig Einnahmen, Halter gewinnen Rechtssicherheit. Den Preis zahlt, wer seine Coins selbst verwahrt und nun freiwillig offenlegt.
Die Krypto-Besteuerung Lettland nähert sich damit dem Wertpapierrecht an, beschlossen ist aber nur die Steuerreform, nicht die Zahlung in Krypto. Offen bleibt, ob die Meldepflichten der EU auch in anderen Staaten zu solchen Einmal-Angeboten führen.
Wir berichteten über die Debatte zur Krypto-Haltefrist in Deutschland.





