Die Krypto-Börsen Betrugsbekämpfung in Westafrika brachte 28 Festnahmen und 11 Mio. US-Dollar an potenziell einfrierbaren Geldern. Binance und Coinbase waren beteiligt.

Binance und Coinbase beteiligen sich an Betrugsaktion in Westafrika

Bei einer internationalen Aktion gegen Betrugsnetzwerke in Westafrika haben Ermittler mindestens 11 Mio. US-Dollar an potenziell einfrierbaren Geldern aufgespürt, wie die Beteiligten am 13. Oktober 2026 mitteilten. Die Krypto-Börsen Betrugsbekämpfung lief dabei parallel zu Razzien vor Ort. Nach Angaben von CoinDesk zählten Binance und Coinbase zu den beteiligten Unternehmen.

Die Operation begann am 6. Oktober in der Zentrale der britischen National Crime Agency (NCA) in London. Beteiligt waren das US-Justizministerium, das FBI und Polizeibehörden aus zehn Ländern, darunter Nigeria, Ghana, Großbritannien und die USA. Hinzu kamen 15 Technologiefirmen wie Google, Microsoft, OpenAI und Starlink sowie die Blockchain-Analysefirmen Chainalysis und TRM Labs.

Die Bilanz: 28 Festnahmen, 117 befreite Menschen, die in Betrugszentren in Ghana zur Arbeit gezwungen worden waren, und Hinweise auf mehr als 30 weitere solcher Zentren.

Börsen werten Transaktionsdaten gegen Betrugsnetze aus

Die Westafrika Betrugsmaschen reichten von Anlage- und Liebesbetrug über falsche Jobangebote bis zu Anrufen angeblicher Polizisten oder Soldaten. Die meisten Opfer lebten in den USA und Großbritannien. Meta löschte laut seiner Mitteilung zur Joint Disruption Week mehr als 3,7 Mio. Konten, Seiten und Gruppen auf Facebook und Instagram.

Coinbase identifizierte während der Aktion mehr als 65 aktive Betrugsopfer und verhinderte nach eigenen Angaben Verluste von über 415.000 US-Dollar. Welche Daten Binance beisteuerte, geht aus den offiziellen Mitteilungen nicht hervor.

In Ghana durchsuchte die Polizei ein Betrugszentrum im Vorort Sasaabi bei Accra. Dort wurden 19 Personen festgenommen und 303 Geräte beschlagnahmt. Die 89 dort identifizierten Opfer verloren zusammen rund 8,3 Mio. US-Dollar.

Gemeinsame Aktion von Krypto-Börsen und Ermittlern

Die 11 Mio. US-Dollar stufte FBI-Direktor Kash Patel als potenziell einfrierbar ein, verteilt auf mehrere afrikanische Länder. Eingefroren oder an Opfer zurückgegeben ist damit noch nichts. Für Geschädigte ist die Zusammenarbeit ein Vorteil, denn Guthaben auf zentralen Plattformen lassen sich sperren.

Die Krypto-Börsen Betrugsbekämpfung zeigt, dass diese Sperrmöglichkeit bei jeder Börse existiert und damit jedes Guthaben betrifft, das Kunden dort statt in eigener Verwahrung halten. Offen bleibt, wie viel der 11 Mio. US-Dollar tatsächlich eingefroren wird.

Gesperrt werden können nur Konten bei Verwahrern, nicht Bitcoin im Netzwerk selbst. Ob die Krypto-Börsen Betrugsbekämpfung in dieser Form fortgesetzt wird, haben die Behörden bislang nicht mitgeteilt.

Wir berichteten über die größten Krypto-Betrugsfälle der Geschichte.

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