Die Krypto Haltefrist Deutschland steht erneut infrage: CDU-Bundestagsabgeordneter Olav Gutting kritisierte am 31. Juli 2026 die Steuerpläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil scharf. Nach seiner Rechnung sinkt der Steuersatz für kurzfristige Verkäufer von bis zu 45 auf pauschal 25 Prozent.

Gutting kritisiert Klingbeils Steuerpläne zur Haltefrist

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Olav Gutting hat am 31. Juli 2026 die Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zur Krypto Haltefrist Deutschland scharf kritisiert. Klingbeil will die einjährige Steuerfreiheit für Kryptogewinne ab 2027 abschaffen und Erträge künftig pauschal mit 25 Prozent besteuern, statt sie wie bisher nach einem Jahr steuerfrei zu stellen. Gutting warnt vor einem Bruch der steuerlichen Systematik.

„Eine isolierte Abschaffung der Ein-Jahres-Frist allein für Kryptowährungen würde diese Systematik durchbrechen“, erklärte Gutting laut kryptorevolution.de. Nach seiner Rechnung profitieren vor allem kurzfristige Verkäufer von der Reform, deren Steuersatz von bis zu 45 Prozent Einkommensteuer auf pauschal 25 Prozent Abgeltungssteuer sinkt. Langfristige Anleger dagegen verlieren die bisherige Steuerfreiheit nach einem Jahr Haltefrist. Neben Gutting lehnen auch die CDU-Abgeordneten König, Bechtel und Lehmann die pauschale Neuregelung ab.

Die einjährige Haltefrist schützt Sparer

Die geltende Regelung in §23 Einkommensteuergesetz stellt Veräußerungsgewinne aus privaten Wirtschaftsgütern nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei. Kryptowährungen fallen unter diese Vorschrift, ebenso wie Gold und Fremdwährungsgeschäfte. Gewinne unterhalb von 1.000 Euro pro Kalenderjahr bleiben ohnehin steuerfrei, unabhängig von der Haltedauer. Für die Krypto Haltefrist Deutschland gilt damit bislang ein einheitlicher Maßstab wie für andere Wirtschaftsgüter auch.

Wer Bitcoin länger als ein Jahr hält, zahlt nach geltendem Recht keine Steuer auf den Verkaufsgewinn. Fällt die Jahresfrist, unterläge jeder Verkauf der Kapitalertragsteuer. Die Steuerverschärfung träfe damit gezielt Sparer, die Bitcoin nicht handeln, sondern über Jahre halten.

Koalition spaltet sich über Krypto-Besteuerung

Union und SPD hatten den Haushaltsentwurf für 2027 gemeinsam im Kabinett beschlossen, obwohl die CDU/CSU-Fraktion zuvor mehrfach gegen eine Abschaffung der Krypto Haltefrist Deutschland gestimmt hatte. Ein Gesetzentwurf zur Umsetzung liegt bislang nicht vor, Details zu Steuersatz und Altbeständen bleiben offen. Die Reform soll dem Bund laut Ministerium jährlich rund 2 Mrd. Euro einbringen.

Wer Bitcoin über Jahre hält, statt kurzfristig zu handeln, zahlt heute keine Steuer auf den Gewinn. Das ist ein Anreiz zum Sparen statt zum Handeln.

Offen bleibt, ob sich Guttings Widerstand durchsetzt oder die Koalitionslinie aus dem Kabinett hält. Für Halter mit Bestand über einem Jahr entscheidet sich daran, ob ihre Gewinne auch nach 2027 steuerfrei bleiben.

Wir berichteten über Klingbeils Ankündigung zur Steuerreform 2027.

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