Frühe Bitcoin Coins aus dem März 2010 sind am Samstag nach 16 Jahren Stillstand erstmals wieder aktiv geworden: Zwölf Mining-Belohnungen mit insgesamt 600 Bitcoin wechselten die Adresse. Der Gegenwert liegt bei umgerechnet rund 48 Mio. US-Dollar.

600 Bitcoin aus der Genesis-Phase erneut aktiv

Frühe Bitcoin Coins aus den ersten Monaten des Netzwerks sind am Samstag, 5. September 2026, nach mehr als 16 Jahren Stillstand wieder bewegt worden. Insgesamt 600 Bitcoin wechselten von zwölf Adressen aus, die seit ihrer Entstehung im März 2010 nicht angetastet worden waren. Der Gegenwert der bewegten Coins liegt nach aktuellem Kurs bei umgerechnet rund 48 Mio. US-Dollar.

Jede der zwölf Adressen erhielt ursprünglich eine vollständige Mining-Belohnung von 50 Bitcoin, wie es zu Bitcoins Frühzeit vor der ersten Halbierung im Jahr 2012 üblich war. Die On-Chain-Analyseplattform Whale Alert identifizierte die Transaktionen und ordnete sie den passenden Blöcken zu.

Zwölf Mining-Rewards nach 16 Jahren bewegt

Diese frühen Bitcoin Coins stammen aus einer Phase, in der Bitcoin kaum gehandelt wurde und Mining-Belohnungen regelmäßig unangetastet blieben. Der Marktwert eines einzelnen Bitcoin lag im März 2010 bei einem Bruchteil eines US-Cents, ein liquider Markt existierte praktisch nicht.

Laut Whale Alert handelt es sich um zwölf separate, aber zeitlich nahe beieinanderliegende Coinbase-Transaktionen, die alle am selben Tag reaktiviert wurden. Die Plattform verfolgt große Bitcoin-Bewegungen automatisiert und meldet ungewöhnliche Aktivität bei langjährig inaktiven Adressen. Reaktivierungen dieser Art sind selten, weil der private Schlüssel über 16 Jahre hinweg verfügbar geblieben sein muss.

Für Bitcoin insgesamt bedeutet ein einzelner Vorfall dieser Art keine strukturelle Veränderung. Die Gesamtmenge an Coins aus der frühen Netzwerkphase, die seit Jahren nicht bewegt wurden, bleibt trotz der Transaktion beträchtlich.

Satoshi-Verbindung ausgeschlossen: Was die Daten zeigen

Whale Alert erklärte nach eigener Prüfung, dass sich keiner der zwölf Blöcke Satoshi Nakamoto zuordnen lasse. Aufgefallen war die Aktivität, weil die Coins aus einer Zeit stammen, in der Nakamoto selbst noch an Entwicklung und Kommunikation rund um Bitcoin beteiligt war. Diese zeitliche Nähe allein begründet laut der Plattform keine Verbindung zur pseudonymen Gründerfigur.

Wer die Adressen tatsächlich kontrolliert, bleibt unbekannt. Frühe Miner traten überwiegend anonym auf, aus den reinen Transaktionsdaten lässt sich keine Identität ableiten.

Kein Unternehmen und keine Behörde kann erzwingen, wer eine Bitcoin-Adresse kontrolliert oder wann deren Guthaben bewegt wird, das Protokoll behandelt jede gültige Transaktion gleich. Am Bestand der insgesamt 21 Mio. Bitcoin ändert die Bewegung nichts, die feste Obergrenze bleibt von einzelnen Kontobewegungen unberührt.

Wir berichteten über eine ähnliche Reaktivierung einer Bitcoin-Adresse aus der Satoshi-Ära.

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