Donald Trumps Ankündigung, die Zölle zu erhöhen, hat einen Abverkauf am Kryptomarkt ausgelöst. In den 24-Stunden-Charts verzeichneten die führenden Coins deutliche Verluste.
In Kürze
-
Abverkauf am Kryptomarkt – Trumps Zollpläne verunsichern Anleger
-
Krypto-Markt verliert 40 Milliarden US-Dollar
-
Trumps Zollandrohung im Detail
Abverkauf am Kryptomarkt – Trumps Zollpläne verunsichern Anleger
Der Kryptomarkt steht aktuell unter Druck und verzeichnet einen deutlichen Abverkauf, nachdem US-Präsident Donald Trump die Einführung höherer Zölle auf Importe aus bestimmten Ländern angekündigt hat. Diese Drohung hat bei Investoren für große Unsicherheit gesorgt und die Stimmung an den Märkten spürbar eingetrübt. Zwar signalisierte Trump die Möglichkeit, die Zölle unter bestimmten Bedingungen wieder zu senken, doch der Stichtag – der 1. August – rückt unaufhaltsam näher und verstärkt die Nervosität im Markt.
Krypto-Markt verliert 40 Milliarden US-Dollar
BTC, ETH, XRP und SOL geraten im Zuge eines breiten Abverkaufs am Kryptomarkt unter Druck. Laut CoinMarketCap hat der Kryptomarkt in den letzten 24 Stunden fast 40 Mrd. US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren. Unter den Top-Coins ist Dogecoin mit –6,61 % (0,24 US-Dollar) am stärksten betroffen, gefolgt von XRP mit knapp –6 %.
Solana fällt auf 190 US-Dollar (–4,75 %), Cardano auf 0,80 US-Dollar (–5,38 %). Ethereum verliert 2,08 %, während Bitcoin mit –0,55 % weiterhin über 118.000 US-Dollar notiert.
BNB trotzt dem Abverkauf am Kryptomarkt und erreicht mit 809 US-Dollar ein neues Allzeithoch, getrieben von institutionellen Käufen. Die globale Marktkapitalisierung liegt bei 3,87 Bio. US-Dollar, das Handelsvolumen bei 195 Mrd. US-Dollar (–12 % zum Vortag).

Trumps Zollandrohung im Detail
Der allgemeine Abverkauf am Kryptomarkt erfolgt vor dem Hintergrund von Trumps Drohung, die Zölle für Länder zu erhöhen, die sich weigern, „ihre Märkte zu öffnen“. In einem Beitrag auf Truth Social kündigte der US-Präsident an, höhere Zölle für Länder zu verhängen, die Handelsbarrieren nicht beseitigen und damit US-Unternehmen am Verkauf ihrer Waren hindern. In seinem Beitrag offenbarte Trump jedoch auch Bedingungen für niedrigere Zölle. Dabei verfolgt der US-Präsident einen diplomatischen Ansatz nach dem Prinzip „Zuckerbrot und Peitsche“. Dem Beitrag zufolge wird Trump die Zölle für Länder senken, die ihre Märkte für die USA öffnen. Dabei verwies er auf ein neues Handelsabkommen mit Japan.
Zuvor hatte Trump mehreren Ländern Handelsschreiben geschickt und mit Zöllen von bis zu 30 Prozent ab dem 1. August gedroht. Finanzminister Scott Bessent bezeichnete den 1. August als „harte Frist“ und fügte in einem Interview mit Fox hinzu, dass die USA seit Inkrafttreten der Trump-Zölle fast 100 Milliarden Dollar eingenommen hätten.
Anfang Juli schloss Trump eine Verlängerung der Zollfrist aus, was zu einem Einbruch des Kryptomarktes führte, während gleichzeitig Gerüchte über Verlängerungsgespräche mit China kursierten. Trotz Trumps Behauptung, seine Zölle hätten keine Inflation verursacht, fiel die CPI-Inflationsrate im Juni mit 2,7 % etwas höher aus.





