Bitcoin erhöhte am 19. Februar 2026 die Mining Difficulty um 14,73 Prozent auf 144,4 Trillion. Das ist die größte prozentuale Erhöhung seit Mai 2021, als China Mining verbot und die Hashrate kollabierte. Die aktuelle Erhöhung folgt auf eine 11,16-prozentige Senkung Anfang Februar nach Winter Storm Fern. Mining-Kosten liegen geschätzt bei 87.000 Dollar pro Bitcoin, der Preis bei 64.000 Dollar. Miner produzieren mit Verlust, verkaufen alles was sie schürfen und einige pivotieren zu AI. Die Difficulty steigt trotzdem.
In Kürze
- Hashrate von 826 EH/s auf 1 ZH/s: Protokoll korrigiert mechanisch
- Winter Storm Fern verursachte 11,16 Prozent Decrease: Warum die Erholung so brutal war
- Mining-Kosten bei 87.000 Dollar, Bitcoin bei 64.000 Dollar: Miner verkaufen alles und Difficulty steigt trotzdem
Hashrate von 826 EH/s auf 1 ZH/s: Protokoll korrigiert mechanisch
Die Hashrate fiel während Wintersturm Fern auf 826 Exahash pro Sekunde, als über 110 EH/s durch ERCOT und TVA Curtailments offline gingen. Innerhalb von Tagen kamen die Miner zurück. Die Hashrate erholte sich auf 1 Zettahash pro Sekunde, ein neues Allzeithoch.
Das Protokoll misst alle 2016 Blöcke wie schnell diese produziert wurden. Ziel ist durchschnittlich 10 Minuten pro Block.

Nach der Erholung kamen Blöcke schneller. Das Protokoll reagiert automatisch und erhöht die Difficulty um 14,73 Prozent, damit die 10-Minuten-Blockzeit wieder eingehalten wird. Diese Anpassung ist mechanisch, nicht diskretionär. Es gibt keine Zentralbank, keinen Ausschuss, keine Notfallsitzung.
Das Protokoll kennt nur eine Regel: durchschnittlich alle 10 Minuten ein Block, unabhängig davon wie viele Miner aktiv sind oder ob sie profitabel arbeiten. Dies wird Difficulty Adjustment genannt.
Im Vergleich zu Gold, bei dem die Profitabilität des Minings und dadurch auch der Inflation durch den Preisanstieg mitgeht, bleibt die Inflation bei Bitcoin bei einem Preisanstieg durch diese automatische Anpassung gleich.
Winter Storm Fern verursachte 11,16 Prozent Decrease: Warum die Erholung so brutal war
Winter Storm Fern traf Ende Januar 2026 die USA und zwang Mining-Farmen in Texas und Tennessee offline. Die Hashrate kollabierte um über 110 EH/s innerhalb von Tagen. Das Protokoll registrierte langsamere Blockzeiten und senkte die Difficulty um 11,16 Prozent, die größte Senkung seit dem China-Ban 2021.
Diese Senkung machte Mining kurzfristig einfacher. Als die Miner zurückkamen, produzierte die jetzt niedrigere Difficulty plus die zurückgekehrte Hashrate Blöcke zu schnell. Das Protokoll korrigierte mit einer der größten Erhöhungen aller Zeiten.

Quelle: fork.lol
Die Schwankung zeigt wie brutal die automatische Anpassung funktioniert. Miner hatten keine Zeit, sich auf niedrigere Difficulty einzustellen. Sobald die Hashrate zurückkam, wurde die Difficulty sofort wieder hochgeschraubt. Das ist keine Rücksichtnahme auf operative Realitäten, sondern mechanische Neutralität.
Mining-Kosten bei 87.000 Dollar, Bitcoin bei 64.000 Dollar: Miner verkaufen alles und Difficulty steigt trotzdem
Checkonchain schätzt durchschnittliche Mining-Kosten auf 87.000 Dollar pro Bitcoin. Der Marktpreis liegt bei 64.000 bis 68.000 Dollar. Miner verlieren 19.000 bis 23.000 Dollar pro produziertem Bitcoin. Der Hashprice, also die Revenue pro Petahash, fiel auf ein Multi-Year Low von 23,9 Dollar. Das ist ein Rückgang von 66 Prozent seit Oktober 2025.
Miner verkaufen jedes produzierte Bitcoin sofort, um Kosten zu decken. Bitdeer liquidiert die gesamte Treasury und pivotiert zu AI. Bitfarms entfernt Bitcoin aus dem Firmennamen. Riot steht unter Druck von Activist Investors, die AI-Expansion fordern, weil AI-Hosting pro Megawatt mehr Revenue bringt als Mining.
Die Ökonomie ist brutal. Und trotzdem steigt die Hashrate. Miner, die profitabel genug sind oder niedrige Stromkosten haben, bleiben online. Neue ASICs kommen hinzu. Das Protokoll interessiert sich nicht für Profitabilität. Es adjustiert die Difficulty so, dass alle 10 Minuten ein Block entsteht, egal ob Miner dabei Geld verdienen oder verlieren.
15 Jahre kontinuierlicher Betrieb durch jeden Crash, jede Regulierung, jedes Verbot. Das Protokoll läuft weiter, weil es keine Quarterly Earnings kennt, keine Analyst Expectations und keinen Fear & Greed Index. Bitcoin beweist mal wieder: Er ist tot ;-)
Die größte Difficulty-Erhöhung seit drei Jahren passiert im schlimmsten ökonomischen Umfeld für Miner seit Jahren. Das ist kein Bug, sondern die härteste Form von Neutralität.
Bitcoin kennt keine Bailouts, keine Ausnahmen, keine Anpassungen an Marktrealitäten. Das Protokoll adjustiert mechanisch, und Miner entscheiden selbst ob sie weitermachen oder aussteigen. Die Difficulty steigt trotzdem.





