Digitaler Pfund: Großbritannien beginnt jetzt mit der Arbeit an seiner CBDC

von Erik Herzog | 25 Jan 2024

Digitaler Pfund: Die britische Zentralbank wird die Machbarkeit und die Gestaltungsmöglichkeiten für ein digitales Pfund untersuchen. Eine positive Entscheidung wird zu weiteren Konsultationen und möglichen Einführungsplänen führen.

In Kürze

  • Großbritannien fordert weitere Untersuchungen zum digitalen Pfund

  • Digitaler Pfund: Behörden versuchen Bedenken zu zerstreuen

  • Britische Gesetzgeber äußern Skepsis gegenüber CBDC-Entwicklung

Großbritannien fordert weitere Untersuchungen zum digitalen Pfund

Das Vereinigte Königreich hat vor kurzem angekündigt, dass es aktiv an der Gestaltung seiner digitalen Zentralbankwährung arbeiten wird, die auch als digitaler Pfund oder Britcoin bekannt ist. Das Vereinigte Königreich ist der Ansicht, dass diese Maßnahmen notwendig sind, um sich an die sich entwickelnde Technologie für digitale Währungen anzupassen.

In einer gemeinsamen Erklärung haben das britische Finanzministerium und die Bank of England die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen zur möglichen Einführung einer digitalen Zentralbankwährung unterstrichen.

Digitaler Pfund

Digitaler Pfund: Behörden versuchen Bedenken zu zerstreuen

Die Behörden sind bestrebt, Bedenken hinsichtlich des Schutzes der Privatsphäre und der Sicherheit auszuräumen, insbesondere angesichts der Reaktionen der Öffentlichkeit, die zum Teil durch verschiedene Theorien geschürt wurden. Dieser Schritt signalisiert die Entschlossenheit, auf die Bedenken der Öffentlichkeit einzugehen und sicherzustellen, dass jede mögliche Entwicklung der CBDC unter sorgfältiger Berücksichtigung dieser wichtigen Aspekte erfolgt.

Bim Afolami, Wirtschaftsminister im Finanzministerium, sagte zu dieser Entwicklung:

Wir befinden uns in einer aufregenden Zeit der Innovation im Geld- und Zahlungsverkehr, und wir wollen sicherstellen, dass das Vereinigte Königreich bereit ist, wenn in der Zukunft eine Entscheidung für ein digitales Pfund getroffen wird. Wir werden stets sicherstellen, dass die Privatsphäre der Menschen bei jedem Projekt an erster Stelle steht, und jede Einführung würde zusätzlich zum traditionellen Bargeld erfolgen und nicht an dessen Stelle.

Die Bank of England (BOE) erklärte außerdem, dass sich die Entwicklungsarbeit auf die Bewertung der Machbarkeit und möglicher Designoptionen konzentrieren werde. Nach Abschluss der Entwurfsphase werden die BOE und die Regierung entscheiden, ob sie mit der Entwicklung eines digitalen Pfunds fortfahren wollen.

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Britische Gesetzgeber äußern Skepsis gegenüber CBDC-Entwicklung

Der Ausschuss des Finanzministeriums, eine parteiübergreifende parlamentarische Gruppe, hat letzten Monat eine Warnung herausgegeben, in der er seine Unsicherheit darüber zum Ausdruck bringt, ob die Vorteile einer CBDC die potenziellen Risiken überwiegen würden. Besonders besorgniserregend ist die Befürchtung, dass ein digitaler Pfund einen Ansturm auf die Banken auslösen könnte, da die Verbraucher in Krisenzeiten auf ein digitales Pfund als sicheren Hafen nicht zurückgreifen könnten. Bedenken hinsichtlich des Schutzes der Privatsphäre wurden auch von einigen geäußert, obwohl der Gouverneur der Bank of England (BOE), Andrew Bailey, zuvor versichert hatte, dass solche Bedenken nicht mit dem geplanten Ansatz vereinbar seien.

Als Reaktion auf diese Bedenken haben sowohl die BOE als auch die Regierung die Bedeutung des Datenschutzes bei der Entwicklung von CBDCs anerkannt. Sie betonten, dass ein digitaler Pfund keinen Zugriff auf die persönlichen Daten der Nutzer ermöglichen würde und dass jede Gesetzgebung, die für ein digitales Pfund eingeführt wird, dem Schutz der Privatsphäre der Nutzer und der Kontrolle über ihre Gelder Priorität einräumen müsse.

Die BOE ist der Ansicht, dass ein digitaler Pfund von entscheidender Bedeutung ist, um Online-Transaktionen zu erleichtern und den Menschen Alternativen zu dem zu bieten, was sie als “privates Geld” bezeichnet. Die laufenden Diskussionen und die Reaktionen auf die Bedenken unterstreichen die Komplexität der möglichen Einführung einer CBDC im Vereinigten Königreich.

Erik widmet sich seit vier Jahren mit Hingabe dem faszinierenden Feld der Kryptowährungen. Sein besonderes Interesse gilt den Altcoins, deren Potential für außergewöhnliche Gewinne ihn immer wieder aufs Neue begeistern. Trotz seiner Faszination für die Vielfalt des Krypto-Marktes betrachtet Erik den Bitcoin als unverzichtbare Säule in jedem wohlüberlegten Portfolio.

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