CryptoQuant-Daten zeigen einen historischen Umbruch in Bitcoins Eigentümerstruktur: Sogenannte „New Whales“, das heißt Wallets mit über 1.000 BTC, die innerhalb der letzten 155 Tage gekauft haben, kontrollieren erstmals mehr Realized Cap als die alten Großinvestoren. Vor 2025 lag ihr Anteil nie über 22 %, jetzt sind es fast 50 %.

In Kürze

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  • 120 Mrd. US-Dollar bei einem Durchschnittspreis von 98.000 US-Dollar akkumuliert
  • Alte Whales blieben weitgehend inaktiv, Binance-Daten bestätigen kaum Bewegung bei Coins älter als 155 Tage
  • Wallets mit über 1.000 BTC fügten im Februar zehntausende Coins hinzu

120 Mrd. US-Dollar bei einem Durchschnittspreis von 98.000 US-Dollar akkumuliert

Die Dimension ist beispiellos. Neue Whales haben Bitcoin im Gesamtwert von rund 120 Mrd. US-Dollar akkumuliert, bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 98.000 US-Dollar pro BTC. Bei einem aktuellen Kurs von rund 68.000 US-Dollar bedeutet das einen unrealisierten Buchverlust von geschätzt 40 Mrd. US-Dollar. Trotzdem kaufen sie weiter.

Jede Korrektur seit dem Allzeithoch bei über 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 wurde von neuen Großinvestoren aufgekauft. Das spiegelt sich auch in der Short-Term-Holder-Supply wider, die in nur 30 Tagen um rund 100.000 BTC auf ein Allzeithoch gestiegen ist.

Neue Wahle kontrollieren mehr Bitcoin

CryptoQuant-Gründer Ki Young Ju warnte allerdings im Februar, Bitcoin sei aktuell „not pumpable“  – 2025 flossen 308 Mrd. US-Dollar an Realized Cap zu, doch die Market Cap fiel im selben Zeitraum um 98 Mrd. US-Dollar. Der Verkaufsdruck übersteigt also das frische Kapital.

Alte Whales blieben weitgehend inaktiv, Binance-Daten bestätigen kaum Bewegung bei Coins älter als 155 Tage

Was die Daten besonders interessant macht, ist das Verhalten der alten Whales. Binance-Zufluss-Daten zeigen, dass Coins, die älter als 155 Tage sind, kaum bewegt wurden. Die langfristigen Halter verteilen also nicht.

Gleichzeitig zeigen Hyblock-Daten, dass Whale-Wallets in der vergangenen Woche ein positives Cumulative Volume Delta von 135 Mio. US-Dollar verzeichneten. Retail- und Mid-Size-Trader dagegen reduzierten ihre Positionen um insgesamt 256 Mio. US-Dollar. Die großen Spieler absorbierten also den Verkaufsdruck der kleineren Marktteilnehmer. Das ist ein Muster, das in früheren Zyklen vor größeren Aufwärtsbewegungen beobachtet wurde.

Allerdings gibt es diesmal ein Gegenargument: Whale-Einlagen an Börsen erreichten ein Jahrzehnthoch, was auf potenziellen Verkaufsdruck von über 60 Mrd. US-Dollar hinweist.

Wallets mit über 1.000 BTC fügten im Februar zehntausende Coins hinzu

Die On-Chain-Daten aus dem Februar bestätigen die Akkumulation in der Breite. Adressen mit über 1.000 BTC fügten während der Kursrückgänge zehntausende Coins zu ihren Beständen hinzu und das ausgerechnet in einer Phase, in der der Fear & Greed Index auf 24 Punkte fiel und die Stimmung am Markt extrem bärisch war.

Historisch ging ähnliche Whale-Akkumulation den großen Rallys von 2017 und 2021 voraus. Ob sich das Muster wiederholt, bleibt offen.

Aus Sicht niedriger Zeitpräferenz ist das Verhalten der neuen Whales nachvollziehbar: Wer Bitcoin als härtestes Geld mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten versteht, kauft nicht zu einem bestimmten Preis, sondern akkumuliert über Zeit.

Ob der Einstieg bei 98.000 US-Dollar rückblickend als klug oder als größte institutionelle Falle der Geschichte gelten wird, entscheidet nicht der Markt von heute, sondern der von morgen. Wir berichteten bereits über die Verdopplung der Public Companies mit über 1.000 BTC in der Bilanz und das wachsende institutionelle Interesse an Bitcoin als Reserve-Asset.

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